Archive for Juni, 2009

Uffz …

Gefühlte Außentemperatur 50 Grad, gefühlte Luftfeuchtigkeit 95%. Kann mal bitte jemand diese Dampfsauna da draußen ausstellen?

Posted on Juni 30th, 2009 by Patricia  |  1 Comment »

Wenn ich etwas nicht mag …

… ist es das, irgendwohin zu gehen und ständig und immer gefragt zu werden: “Uhund? Bewirbst du dich schon? Und wenn ja, wo? Hast du schon ein Vorstellungsgespräch?” Argh … Hat eigentlich schon mal jemand mit drei Kleinkindern, von denen das Baby derzeit tags und nachts auf Mama herumklettert, versucht, sich intensivst zu bewerben? Nein, ich bewerbe mich derzeit noch nicht und sage auch derzeit allen 60-Stunden-Headhunter-Angeboten in Karlsruhe, Stuttgart, Oldenburg und JWD einfach so ab, weil ich es nicht mag, mit dem Feuer zu spielen, wenn ich momentan gar keine Kerze anzünden möchte – meine Elternzeit endet erst Ende September, ja, ich habe viele Pläne, nein, ich weiß noch nicht, wie meine Arbeit überhaupt zwischen diese drei Kinder passen soll … aber im Ernst: gibt es nichts Wichtigeres als die Frage, wo ich demnächst arbeite? Einer Gesellschaft mit über 6 Mio. Arbeitslosen, zig Frühverrenteten und zahllosen Müttern, die wegen mangelnder Kinderbetreuung oder weil sie es einfach wollen, zu Hause ihre Arbeit verrichten, täte es sicherlich gut, ihre Mitglieder zur Abwechslung mal nicht nur als Animal laborans zu definieren, sondern auf den gesamten Menschen zu schauen.

Posted on Juni 29th, 2009 by Patricia  |  1 Comment »

Ein Hoch auf den Kloreiniger!

So richtig blöd ist es, wenn man zum Samstags-Shopping seine wunderschöne, supergut passende weiße funkelnagelneue Hose anzieht, in der Eisdiele aus wohlweislicher Rücksichtnahme auf Eis verzichtet (was mir Eistante persönlich sehr sehr schwer fällt) und dann das größte Kind sein Hörnchen mit Engelblau und Schokolade GENAU auf just diese sorgsam gehütete weiße Hose fallen lässt. Nicht nur dass frau ausschaut wie bekotzt, nein, dieses fiese Schoko-Eis hat die ungute Eigenschaft, absolut unlösliche Flecken zu hinterlassen. Also bekam die Kindsmutter gestern eine mittelschwere Krise und das Hosenbein abends hintereinander Sauerstoffreiniger, Gallseife, Fleckensalz und Fleckenteufel Schokolade zu sehen. Da nichts half, habe ich zutiefst verzweifelt zum Schluss Toilettenreiniger drüber gekippt, Hose war ja eh hinüber … dachte ich … aber, oh Wunder, nach einer Viertelstunde hatten sich die Flecken in Luft Chlor aufgelöst. Funktioniert aber wohl nur bei weißen Flecken …

Posted on Juni 28th, 2009 by Patricia  |  No Comments »

Beim Plaudern gelauscht

Das Paulakind ruft: “Ein Flugzeug, ein Flugzeug am Himmel, mit dem wir in die Ferien geflogen sind!” Der große Bruder – ganz altklug: “Nein, Paula, du bist doch in deinem Leben noch gar nicht mit dem Flugzeug geflogen! Mama war zuletzt in Italien, als ICH noch im Bauch war. Du warst doch damals noch im Himmel! Aber vielleicht ist das Flugzeug oben an dir und Matilda vorbeigeflogen, und ihr habt uns gesehen!”    *hach*

Posted on Juni 26th, 2009 by Patricia  |  No Comments »

Häutung

Es gibt Tage, da laufe ich wie ein Nacktmull durch die Gegend – so gänzlich ohne Fell, und da genügen schiefe Blicke, doch eigentlich nur witzig gemeinte Bemerkungen und bockige Kinder, um mir die Tränen in die Augen zu treiben. Irgendwie dachte ich, dieses emotionale Nackisch-Sein vergeht mit den Jahren, aber scheinbar ist dem nicht so … mir geht dann öfter diese Liedzeile von Pe Werner durch den Kopf: “Das Fell wird nicht dicker, nur grauer Jahr für Jahr” …

Postscriptum: Heute ist nicht so ein Tag

Posted on Juni 24th, 2009 by Patricia  |  No Comments »

Familie Amsel

Wir wohnen derzeit zusammen in einer Wohngemeinschaft mit weiteren drei Kindern: Frau und Herr Amsel haben sich wohl im Winter, als sie von unseren Kindern ständig mit neuem Futter versorgt wurden, gedacht, es sei sehr sinnvoll, in unserer Nähe zu bleiben und ca. 70 Zentimeter von unserer Terrassentür entfernt, mitten in den Rosenranken auf Erwachsenen-Augenhöhe (sehr cleverer Schutz vor den umherstreunenden Nachbarskatzen) ein Nest zu bauen. In diesem Nest sitzen seit ein paar Tagen drei hungrige Amselkindchen, die von Mama und Papa tagaus tagein mit Regenwürmern versorgt werden. Das ist spannend zu beobachten und bisweilen etwas gefährlich, da Mama und Papa Amsel nichts anderes im Kopf haben als ihre Jungen und häufiger mal rasant im Sturzflug mit Regenwurm im Mund nur haarscharf an unseren Köpfen vorbei zum Nest düsen. Nach anfänglichen Ressentiments (”Fressen die auch wirklich nicht zu viele nützliche Regenwürmer?”) und vergeblichen Versuchen, die Amseln zum Vegetarismus zu überreden (”Wollen wir ihnen nicht Rosinen und Gras hinstellen?”), haben die Kinder die Nahrungspyramide jetzt akzeptiert und freuen sich über die neuen Mitbewohner, die übrigens trotz aller Versorgungs-Mühen noch Zeit haben, aufs Dach zu flattern und dort Liedchen zu trällern (auch Eltern brauchen mal ne Auszeit ;-) …)

Unten ein Suchbild: irgendwo dahinter das Nest, ich wollte das junge Glück nicht stören …

amselnest

Posted on Juni 22nd, 2009 by Patricia  |  No Comments »

Liebe hoch 3

Ich hatte keine Kamera dabei, als wir gestern unterwegs waren, unsere drei Allerliebsten auf der Rückbank. In der Mitte das Baby, müde und weinerlich nach überstandenem Dreitagefieber, und links und rechts die großen Geschwister, beide händchenhaltend mit der kleinen Schwester, die irgendwann geborgen einschlief. Es war ein so schönes Bild …

Posted on Juni 21st, 2009 by Patricia  |  1 Comment »

10 Minuten hat es gedauert …

… dann waren diese 12 leckeren Schoko-Quark-Hörnchen weg. Gegessen von vier Personen, von denen zwei den Tag matschepampend im Wald verbracht habend. Muss ich wohl neue backen, wenn ich morgen zum Frühstück eines essen will. *theatralischaufseufz*

schoko

Posted on Juni 18th, 2009 by Patricia  |  3 Comments »

Hausfrauenjammer-Content

Achtung, es folgt höchst Banales, nämlich übers Putzen, Schmutzigsein und mein Problem damit: Ins Rollen gebracht hat mein Gedenke der wochenendliche Besuch der kinderlosen Freunde. Ich habe den halben Freitag und Samstagvormittag damit verbracht, in der Wohnung klar Schiff zu machen, was mit einem nörgeligen, fiebrigen Baby nicht ganz einfach ist – aber ich war am Ende zufrieden mit meinem Werk. Aus irgend einem Grund kam man während des Wochenendes auf das Thema “Saubere / aufgeräumte / durchgestylte Wohnung”, und seitens des Besuches fiel die Bemerkung, wie wir das aushielten, in so einem Chaos zu leben, sie seien ja froh, nur zu Besuch zu sein. Bin ich empfindlich, oder ist es gerechtfertigt, da gekränkt zu sein? Ja, in unserem Bücherregal stehen die Kinderbücher schief und krumm nebeneinander, weil sie ständig herausgezogen und wieder eingeräumt werden. Im Wandregal schiefe Spielestapel, aus dem selben Grund. Auf dem Wohnzimmertisch drei verschiedene Vasen mit verschiedenen selbstgepflückten Blumensträußen der Kinder, auf der Spüle trocknet die Acrylfarbe auf den aus Styropor gebastelte Entchen, auf der Anrichte liegt eine Stein-Kollektion, von denen kein einziger weggeworfen werden darf - aber: der Fußboden war sauber, die Küche auch, das Geschirr ebenfalls und die Wäsche gewaschen und im Kleiderschrank. Bin ich ein Schwein, sehe ich das Chaos nicht mehr? Als ich noch allein lebte, sah es sicherlich anders aus bei mir: das Sofa war fleckenlos, die Bücher- und CD-Regale sortiert und Besuch konnte jederzeit und ohne Vorwarnung hereinplatzen. Aber bislang war ich immer davon ausgegangen, dass Besuch kommt, um mich zu besuchen und nicht mein unaufgeräumtes Buchregal. Heute beim allabendlichen Aufräumen habe ich plötzlich losgeweint, weil ich die Wohnung nicht mehr mit meinen Augen, sondern denen meines Besuches gesehen habe – und sie mir hässlich, chaotisch und unaufgeräumt vorkam. Zudem liegen alle 3 Stunden neue Brot-, Keks- und Sandberge irgendwo herum und das Baby kleckert fleißig mit Obst- und Hirsebrei, ganz zu schweigen von den Milchspuckeflecken. Wie macht ihr das, ihr Leute mit Kindern? Augen zu und durch? Kinder vor die Glotze und jeden Tag Großreinemachen? Putzfrau wöchentlich kommen lassen? (ist aber auch ein teurer Spaß, oder?) Oder – vielleicht besser so: nur noch Menschen mit Kindern einladen, die wissen, dass Chaos der Normalzustand und Kosmos das Ende einer langen Entwicklung darstellt? *hausfrauenjammermodusoff*

Posted on Juni 17th, 2009 by Patricia  |  5 Comments »

Spannender Vormittag

Da der Allerbeste in dieser Woche Urlaub hat, habe ich den freien Vormittag für einen Ausflug zur nächstgelegenen Arbeitsagentur genutzt. Man erinnere sich: Mein AG hat im März seine Tore geschlossen, darum sollte ich mich vorsichtshalber und überhaupt irgendwann frühzeitig arbeitssuchend melden, obwohl ich eigentlich mehr als genug Arbeit habe. Schon die Anreise war aufregend: für die komplette Agentur stehen ca. 25 Parkplätze zur Verfügung, von denen gefühlt 21 für die Mitarbeiter reserviert sind. Wirtschaftsstarke Region oder Abschreckungsstrategie? Nachdem ich erfolgreich Parkplatz Nr. 23 belegt hatte (affenschnell eingeparkt, als der Mann vor mir ausparkte), bin ich brav zum Empfang gedackelt, als ich plötzlich eine Riesenpranke auf meinen Schultern fand. “Ich dransein, du warten!”, sprach der russische Zuhälter mit Goldkettchen und Stiefeletten zu mir, und eingeschüchtert stellte ich mich hinter ihm an, um wenige Stunden Minuten später indiskret mitzuhören, dass er keine gültigen Aufenthaltspapiere besitzt und sich eigentlich bei der Empfangsdame für ALG II melden sollte. Leichtes unauffälliges Grinsen meinerseits …

Mit den ausgefüllten Unterlagen ging es dann zur Sachbearbeiterin meines Misstrauens Vertrauens, die mich inquisitorisch ca. 33x fragte, ob ich denn wirklich ab Herbst wieder arbeiten wolle, das Kind sei doch noch so klein, und überhaupt, warum denn Vollzeit etc …  Nachdem ich ihr 35x glaubwürdig versicherte, wir hätten eine Ganztagsbetreuung für alle Kinder und natürlich würde ich in Vollzeit einsteigen (am Ende berechnet sie noch das ALG in Anlehnung an eine Teilzeitbeschäftigung) – das Abklären von Voll- oder Teilzeit ist imho eine Sache, die mich und den AG betrifft und nicht das Arbeitsamt – las sie sich meine Unterlagen durch und wurde zunehmend, als hätte einer einen Hebel umgelegt, höchstfreundlichst. “Ach ja, Hochschulstudium, nein, klar, dass Sie nicht zu Hause sitzen wollen, wäre ja auch schade drum!” “Oh, Sie haben im Internet-Bereich gearbeitet, prima, dann können Sie ja auch Ihr Profil bei uns selbst pflegen!” etc …

Für die übernächste Woche habe ich jetzt ein Beratungsgespräch bei der Dame, die für Akademiker zuständig ist, darf schon einmal überlegen, was ich möchte (Sofortrente von 5000 Euro monatlich bis zum Lebensende), und überhaupt geht sie davon aus, dass ich bei meiner Qualifikation sowieso vor Oktober etwas finde, wenn ich die Kinder in meinem Lebenslauf verschweige und den Abschluss meiner Familienplanung durch glaubhaften Beleg einer Gebärmutter-OP dokumentiere. Schön zu hören, offenbar haben die Mitarbeiter einen Motivations- und Klientenrückenstärkungskurs belegt, und es war sogar noch Platz für ein kleines Schwätzchen über Berufstätigkeit und Kinder (wie sich herausstellte, hat sie selber welche). Nach diesem aufregenden Besuch fuhr ich einigermaßen erleichtert und beschwingt gen Heimat, als auf der Straße zum krönenden Abschluss noch eine Verkehrskontrolle erfolgte. Da ich in des Mannes Auto unterwegs war, wusste ich nicht, wo sich Reserverad, Verbandskasten etc … befinden Herr Polizist, ich leide unter parziellen Anfällen von Alzheimer und habe ein fieberndes Kind zu Hause, ich fuhr also brav rechts heran und lächelte völlig dämlich freundlich. Offenbar hatte der Herr Wachtmeister ein Einsehen mit mir, mein Lächeln war dümmlich freundlich genug, oder aber der Mann im PKW vor mir hatte genügend auf dem Kerbholz - jedenfalls lächelte der Herr Polizist freundlich zurück und ließ mich weiterfahren. Einfach so. Dann noch einen schönen Tag ;-)

Posted on Juni 17th, 2009 by Patricia  |  No Comments »