Fremdbestimmt
- “Mach doch mal ein Jahr frei und nicht so einen Stress”, sagt die gute Freundin.
- “Arbeite doch freiberuflich, also ICH könnte das gut”, sagt der Mann, nachdem er meinen wirren Gedankengängen lange verständnisvoll zugehört hat.
- “Nehmen Sie doch den nächsten 40+X Stunden Job”, sagt die akademische Beratung beim Arbeitsamt.
- “Lass dir doch ne Fortbildung verordnen”, sagt die Schwiegermutter.
- “Lass doch das Baby noch ein Jahr zu Hause”, sagt die Mutter.
- “Kommen Sie doch nach JWD, da wartet eine spannende Herausforderung auf Sie”, sagt die Headhunterin.
- “Kochst du mir IMMER das Essen, ich mag nicht in der Kita essen”, sagt das Tochterkind.
Prima, dass alle genau wissen, was ich tun soll. Nur ich selbst nicht. Erstmal Nase putzen …

Ach mensch. Das liest sich sehr blöde. Bei mir wars – allerdings nach dem “nur” ersten Kind – deutlich weniger vertrackt, aber auch da fand ich es sehr schwer zu wissen was und wieviel und ob oder ob nicht…
Ich lass einfach ganz liebe Gedanken und ein Päckchen lustig bedruckjte Taschentücher da….
Tja, die Grätsche zwischen Familie deren Bedürfnisse und den eigenen wird erst vorbei sein, wenn die Kinder aus dem Haus sind.
Ich hab beide Modelle jetzt durch, war bei Kind 1 -3 nicht wirklich ohne Arbeit und stand mit allen stillend im Laden , Resultat –> unzufrieden und unbezahlt
Heute 6 Jahre zu Hause, bin ich mehr noch als ein Auslaufmodell. Die die mich nehmen würden, wollen nix zahlen und die die was zahlen würden, nehmen mich nicht wegen Alter und Kinder.
Ich würde, ganz ehrlich, nur noch auf MEIN Bauchgefühl achten und auf sonst nix mehr !
Macht es nicht einfacher, ich weiss.
Liebe Grüsse
Sabine