Archive for September, 2009

Lachen und Weinen

Kann man vortrefflich gleichzeitig. Eben habe ich erfahren, dass ich auf der Warteliste stehe für einen Job, auf den ich mich in der letzten Woche beworben hatte. Falls der Kandidat vor mir absagt (warum sollte ER?), habe ich noch Chancen. Also habe ich keine Chancen. Und ich weine, weil das Gespräch sehr gut war und mein kleines, fluffiges Ego natürlich geknickt ist, gleichzeitig bin ich aber auch froh, dass mir die Gegenseite die Entscheidung abnimmt, denn weder mein Kopf noch mein Bauch hätten gewusst, WO in meinem Leben diese 40 Stunden Arbeit noch hingepasst hätten. Ich denke jetzt nicht darüber nach, ob die Absage darin begründet ist, dass ich drei kleine Kinder habe, wo doch der Kandidat, der die Stelle hat, ein ER ist, nein, nein, denke ich nicht! *nichtdenken* *nichtehrenwertenmännernbösesunterstellen* …

Stattdessen Nachdenken über freiberufliche Arbeit. Ein Arbeitszimmer, das ich hinter mir schließen kann, damit ich nicht in Versuchung gerate, statt Image Broschüren die Spülmaschine oder den Kinderhochstuhl zu bearbeiten. Vielleicht sollte ich mein wirres Haupt ein bisschen in den Wind halten, es pustet so schön dort draußen …

Posted on September 3rd, 2009 by Ordinarylife  |  2 Comments »

In unserem Garten

ruht ein Vogel, der sieht so aus wie auf dem gelben Grabstein gemalt. Die Kinder haben ihn gestern begraben und für Grabschmuck und Luftzufuhr (siehe Strohhalme) gesorgt. Er wirkte, als sei er aus Altersschwäche und eines natürlichen Todes gestorben. Ruhe sanft, kleines Vögelchen. beerdigung

 

Posted on September 2nd, 2009 by Ordinarylife  |  No Comments »

In der Grundschule meines Sohnes …

… war in der letzten Woche Niki de Saint Phalle zu Besuch (ich war sehr erstaunt darüber, dass er sich diesen Namen auf Anhieb gemerkt hat) und hat sich mit der Klassenlehrerin und den Kindern unterhalten. Behauptet jedenfalls mein Sohn, der im Kunstunterricht gerade zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler behandelt. Einziges Problem an der Sache: Niki de Saint Phalle ist 2002 gestorben. Auf der Telefonliste steht auch die Nummer der Lehrerin, die beteuerte, man könne sie gern Tag und Nacht anrufen. Ob das Auftauchen verstorbener Künstler in ersten Klassen solch ein Notfall ist?

Posted on September 2nd, 2009 by Ordinarylife  |  3 Comments »