Lachen und Weinen
Kann man vortrefflich gleichzeitig. Eben habe ich erfahren, dass ich auf der Warteliste stehe für einen Job, auf den ich mich in der letzten Woche beworben hatte. Falls der Kandidat vor mir absagt (warum sollte ER?), habe ich noch Chancen. Also habe ich keine Chancen. Und ich weine, weil das Gespräch sehr gut war und mein kleines, fluffiges Ego natürlich geknickt ist, gleichzeitig bin ich aber auch froh, dass mir die Gegenseite die Entscheidung abnimmt, denn weder mein Kopf noch mein Bauch hätten gewusst, WO in meinem Leben diese 40 Stunden Arbeit noch hingepasst hätten. Ich denke jetzt nicht darüber nach, ob die Absage darin begründet ist, dass ich drei kleine Kinder habe, wo doch der Kandidat, der die Stelle hat, ein ER ist, nein, nein, denke ich nicht! *nichtdenken* *nichtehrenwertenmännernbösesunterstellen* …
Stattdessen Nachdenken über freiberufliche Arbeit. Ein Arbeitszimmer, das ich hinter mir schließen kann, damit ich nicht in Versuchung gerate, statt Image Broschüren die Spülmaschine oder den Kinderhochstuhl zu bearbeiten. Vielleicht sollte ich mein wirres Haupt ein bisschen in den Wind halten, es pustet so schön dort draußen …

