Das Mutti-Ding (und anderes …)
Wenn alle drei Kinder zu Hause beim Mann weilen, man derweil noch ein paar Dinge einkauft, im Laden ein Kind losweint und man instinktiv beginnt, den Einkaufswagen hin und herzuschaukeln und “Psst, ist ja alles gut, mein Kind” zu säuseln, wenn man ernsthaft überlegt, dem motzenden Rentner in der Schlange vor der Kasse einen Schnuller in den Mund zu stecken und man, allein zu Besuch in fremden Wohnungen, erst mal alle Kleinteile vom Boden klaubt, war man eindeutig zu viel Mutter in der letzten Zeit.
So viel Mutterdings, dass die Zeit kaum reichte, mal einen ernsthaften Blogeintrag zu schreiben, weil das Allerkleinste neuerdings auf Dauer-Exkursion durch die Wohnung geht, mit Plastiklöffeln in der Toilette herumrühren möchte, gern den Gelben Sack ausräumt auf der Suche nach Wurstresten, vom Hocker auf Stühle und ins Regal klettern möchte und so weiter … (mein Körpergewicht ist mittlerweile sensationell niedrig, obwohl ich esse wie ein Scheunendrescher)
Mit dem Herbst ist auch etwas Klarheit in mein Leben getreten; seit mir eingefallen ist, dass ich ja eigentlich damals und in grauer Vorzeit mal Lehrerin werden wollte und das Studium dazu auch schon abgeschlossen habe, freunde ich mich von Tag zu Tag mehr mit dem Gedanken an, in die Schule zu gehen – entweder als Quereinsteiger oder noch mal mit zwei Jahren Martyriums-Referendariat … Angeblich werden Lehrer ja händeringend gesucht, ich hoffe mal, dass das nicht nur für 24jährige kinderlose Junglehrer gilt, sondern auch für Frauen in den besten Jahren … *hust*
Zum ersten Mal in meinem Leben freue ich mich, vor der Geburt der Dritten ordentlich gearbeitet und verdient zu haben, damit ich jetzt in Ruhe und mit freundlicher finanzieller Unterstützung der örtlichen Arbeitsagentur meinen Berufs-Neueinstieg vorbereiten kann. Ich glaube, ich bin ein Herbst-Säer
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