Ach Mensch
Das mittlere Tochterkind (eigentlich auch das kleine, aber das hat sich so erfolgreich an Mamas Bein gekettet, dass es ein weiteres Jahr aussetzen darf) besucht die Kita direkt ums Eck. Zufrieden sind wir mit dieser Kita schon lange nicht mehr, das einzige Pro-Argument ist die Fußläufigkeit. Ansonsten: riesengroße Gruppen, ständiger Erzieherinnen-Wechsel, wenig bis gar kein Programm, keine pädagogischen, ethischen oder sonstigen Grundsätze, nach denen die Kinder erzogen würden, keine Ausflüge in die wirklich sehr nahe gelegenen Wälder und und und …
Nun bin ich eher durch Zufall und Umwege letztens an einer kleinen, feinen Kita vorbeigefahren, die auf dem Weg zur Schule des Großen liegt. Spaßeshalber habe ich sie auch noch von innen besichtigt und war danach völlig aus dem Häuschen: Jeden Morgen Frühstücks-Buffet (am Besichtigungstag tafelten die Kinder Lachs, Krabben und frisch gebackenes Brot), mittags kocht eine Köchin vollwertig und aus der Region, die Kinder gehen einmal wöchentlich in den Wald, einen Tag begleitet sie ein Sport-Therapeut, das Vorschul-Programm findet am PC statt, wo gleichzeitig eine Einführung in kontrollierte Mediennutzung geschieht, an einem Vormittag fahren die Kinder ins Schwimmbad, einmal wird experimentiert … Hinzu kommt, dass der Umgang mit den Kindern ein gänzlich anderer ist: die Erzieherinnen beobachten Verhalten, stellen Fragen, statt Urteile zu fällen und kommentieren zurückhaltend, wenn sie die Motive des Kindes für bestimmte Dinge nicht kennen. Ich habe danach noch ein wenig meine Fühler ausgestreckt, bei verschiedenen Eltern nachgefragt, deren Kinder die Einrichtung besuchen und für mich war klar: wir melden unsere beiden Mädchen dort an. Gesagt, getan – haben wir jetzt sehr spontan einen freiwerdenden Platz für die Große ab Januar angeboten bekommen, mit der Option, die Kleine nach den Sommerferien als Geschwisterkind nachrücken zu lassen. Nach anfänglicher Riesenfreude habe ich jetzt aber den aktuellen Kiga-Vertrag herausgekramt und gesehen, dass wir die Kita nur zum Kindergarten-Jahresende verlassen dürfen. Mi.st aber auch – denn ich weiß nicht, was ich machen soll. Unsere jetzige Kiga-Leiterin ist bekannt für ihre Unnachgiebigkeit, und ich mag keinen Riesenstreit vom Zaun brechen, in dem ich alle Mängel der jetzigen Einrichtung herunterbete, wenn ich am Ende dann doch mit den Kindern dableiben muss. Heute muss ich wohl oder übel mal mit beiden sprechen, der neuen Leiterin und der alten, und hoffen, dass es noch andere als bürokratische Wege gib, die wir gehen können.

Auch wenn es an der Situation nichts ändert: Wie Schwachsinnig ist es denn so was am Jahreswechsel fest zu machen? Ich finde das unterstreicht all das andere vorher beschriebene nur noch mehr…
Mist, aber gibt es nicht immer eine Warteliste, wo dann gleich ein Kind nachrückt? Wir haben´s auch nie bereut, Dorothee in eine andere Kita als Zoés zu geben. Drück die Daumen!
LG
Peggy
Oh das ist totaler Mist und ich drücke euch die Daumen, dass das doch schneller klappt, damit du ein besseres Gefühl hast und die Kids sich vielleicht auch wohler fühlen!
Ach weh. glaub mir ich kenne das dilemma nur zu gut.
gerade gestern habe ich einen platz ab dem 1.11. abgelehnt. der mir 3 std zuvor angeboten worden war aus ebendiesen gründen.
fakt ist, dass es auch bei uns nur zum ende des KiGa jahres mit 3 monatiger kündigungsfrist geht.
nachrücken von der warteliste kommt immer in betracht – aaaaaaaaber eben immer nur wenn die leitung auch will.
ich drücke die daumen! aber sowas von!
(und ich warte bis sommer. auf den platz in meinem wahl kindergarten um die ecke, integrativ, waldorf und empfohlen von mehreren mir bekannten müttern. denn bei uns – da ist der teufel los in der Kita. und da ich nciht zu den menschen gehöre, die nur ja und amen sagen ssteht mein kindelein unter besonderer beobachtung. nicht schön das. ganz und gar nicht. irgendwann schreib ich drüber. ausführlicher….)