Was sagt das nur über mich aus, wenn ich unausgeschlafen, mit den Gedanken woanders, mit dauernörgeligem Baby Kleinkind gefühlte 24 Stunden auf den Hüften zu den Großen sage: “Ihr wolltet doch die CD von den Killern aus Bullerbü hören, oder?” Ich analysiere das jetzt lieber mal nicht …
Posted on November 27th, 2009 by Patricia | 1 Comment »
- und verursacht Schreibblockaden -
Posted on November 21st, 2009 by Patricia | 5 Comments »
hatten wir gestern von morgens bis abends. Alles fing damit an, dass ich morgens in der Waschküche merkwürdige Geräusche hörte und ihnen auf den Grund ging. Das Ganze entpuppte sich als mittelgroße Pfütze, die sich um unser Gas-Zuleitungsrohr in der Wand gebildet hatte. Ohne Zweifel lief Wasser an der Gasleitung vorbei in unser Haus. Ein Anruf bei der Stadt und das Unheil nahm seinen Lauf: Der zuständige Mitarbeiter identifizierte das Ganze als undichten Verschluss und beauftragte zwei Kollegen, das Leck unter die Lupe zu nehmen. Wenige Minuten später rückten zwei merkwürdige Gestalten mit Bagger vor unserem Haus an und buddelten ein tiefes Loch. Dabei zerstörten sie binnen weniger Minuten unseren Telefon-/Internetanschluss und behaupteten Stunden später, a) die Telefonleitungen seien sowieso falsch verlegt und darum defekt und b) es sei jemand am Wasserrohr gewesen, sie könnten sich nicht vorstellen, dass diese Abdichtung so ganz von allein den Geist aufgegeben habe. Hm ja, was sagt man als unbeteiligter Rohr- und Verlegungs-Dummie zu solchen Anschuldigungen? Sicher, die Leute von der Telekom waren sicher dumm, dass sie die Kabel genau in Ihren Baggerbereich gelegt haben, aber konnten sie das ahnen? Und ja, natürlich stehe ich nachts auf, buddele zwei Meter tiefe Löcher, um vorsätzlich städtische Wasserleitungen zu beschädigen, damit am nächsten Morgen zwei kopflose Gestalten meinen Garten verwüsten – klar doch, sicher. Internet haben wir mittlerweile wieder, weil der Mann von der Telekom heute morgen die Leitung wiederhergestellt hat (glücklicherweise ohne dabei eine weitere Leitung zu zerstören – da wäre ja auch noch die Gasleitung, die man durchbohren könnte …), und ich frage mich, ob wir demnächst mit der Stadt darüber streiten müssen, ob wir oder unser Alter Ego heimlich Zuleitungen beschädigt …
Zu allem Überfluss ist beim Bruder der Freundin der mittleren Tochter gestern H1N1 diagnostiziert worden, was die Impffrage bei uns wieder neu aufschwappen lässt. Vielleicht sollten wir uns einfach bis zum Ende des Winters in dem riesengroßen Loch vor unserem Haus verkriechen und hoffen, dass das Schwein an uns vorüberzieht …
Posted on November 12th, 2009 by Patricia | 1 Comment »

Auf dem Berg stehen und in Täler wie diese blicken und wissen, dass ich hier nicht im Urlaub bin. (ja, ich weiß, für Stadtmenschen ist das fürchterlich langweilig und provinziell, aber ich bin mittlerweile groß genug, dazu zu stehen
)
Posted on November 5th, 2009 by Patricia | 1 Comment »
Heute war ich mit den großen Kindern abends im Dunkeln unterwegs, am Himmel leuchteten Mond und Sterne, es roch nach Herbst, dem kommenden Martinsfest, Holzöfen und trockenem Laub. Nachdem sich das Tochterkind vergewissert hatte, dass es bei uns wirklich keine Wölfe gibt und der Sohn noch einmal wissen wollte, wie das mit dem Voll-, Halb- und Neumond ist, fanden wir drei die Wanderung unterm Sternenhimmel sehr schön. Und ich erinnerte mich, dass ich es als Kind geliebt habe, mit meinem Vater im Dunkeln spazieren zu gehen. Im Dunkeln deshalb, weil er da von der Arbeit kam und mit mir sehr häufig noch eine Runde durch Wald und Wiesen gedreht hat, bei Regen, Sturm und Schnee. Meine kleine Hand in seiner großen warmen habe ich ihm von meinem Tag erzählt, mein Vater hat mir die Sternbilder, Reh-, Fuchs- und Hasenspuren gezeigt, vom Winterfell der Tiere und von Fernsehtürmen erzählt, die in der Ferne leuchteten und mich aus Schneeverwehungen gezogen, die so groß waren wie ich und in die ich in kindlichem Übermut hineingesprungen war. Er hatte immer ein großes Stofftaschentuch gegen meine triefende Nase dabei und immer warme Finger. Ich hoffe, dass meine Kinder irgendwann ähnlich schöne Erinnerungen an solch kleine Alltagsrituale haben. Vielleicht sollte ich öfter mit ihnen im Dunkeln spazieren gehen.
Posted on November 3rd, 2009 by Patricia | 1 Comment »