Besuch von Herrn Murphy

hatten wir gestern von morgens bis abends. Alles fing damit an, dass ich morgens in der Waschküche merkwürdige Geräusche hörte und ihnen auf den Grund ging. Das Ganze entpuppte sich als mittelgroße Pfütze, die sich um unser Gas-Zuleitungsrohr in der Wand gebildet hatte. Ohne Zweifel lief Wasser an der Gasleitung vorbei in unser Haus. Ein Anruf bei der Stadt und das Unheil nahm seinen Lauf: Der zuständige Mitarbeiter identifizierte das Ganze als undichten Verschluss und beauftragte zwei Kollegen, das Leck unter die Lupe zu nehmen. Wenige Minuten später rückten zwei merkwürdige Gestalten mit Bagger vor unserem Haus an und buddelten ein tiefes Loch. Dabei zerstörten sie binnen weniger Minuten unseren Telefon-/Internetanschluss und behaupteten Stunden später, a) die Telefonleitungen seien sowieso falsch verlegt und darum defekt und b) es sei jemand am Wasserrohr gewesen, sie könnten sich nicht vorstellen, dass diese Abdichtung so ganz von allein den Geist aufgegeben habe. Hm ja, was sagt man als unbeteiligter Rohr- und Verlegungs-Dummie zu solchen Anschuldigungen? Sicher, die Leute von der Telekom waren sicher dumm, dass sie die Kabel genau in Ihren Baggerbereich gelegt haben, aber konnten sie das ahnen? Und ja, natürlich stehe ich nachts auf, buddele zwei Meter tiefe Löcher, um vorsätzlich städtische Wasserleitungen zu beschädigen, damit am nächsten Morgen zwei kopflose Gestalten meinen Garten verwüsten – klar doch, sicher. Internet haben wir mittlerweile wieder, weil der Mann von der Telekom heute morgen die Leitung wiederhergestellt hat (glücklicherweise ohne dabei eine weitere Leitung zu zerstören – da wäre ja auch noch die Gasleitung, die man durchbohren könnte …), und ich frage mich, ob wir demnächst mit der Stadt darüber streiten müssen, ob wir oder unser Alter Ego heimlich Zuleitungen beschädigt …

Zu allem Überfluss ist beim Bruder der Freundin der mittleren Tochter gestern H1N1 diagnostiziert worden, was die Impffrage bei uns wieder neu aufschwappen lässt. Vielleicht sollten wir uns einfach bis zum Ende des Winters in dem riesengroßen Loch vor unserem Haus verkriechen und hoffen, dass das Schwein an uns vorüberzieht …

One Response to “Besuch von Herrn Murphy”

  1. Uta says on :

    Oh Patricia,

    hier hat ein Informationsanruf (zwecks H1N1 Impfung) beim KiA eben ergeben, dass sie gerade eine 10seitige Warteliste haben und ich somit noch locker 3 Wochen lang Zeit habe weiter zu grübeln …

    Und auch hier schaffen die netten Buddler unterschiedlicher Anbieter es nie die Leitungen der anderen unbeschadet zu lassen – sei es Wasser oder Telefon …

    LG Uta

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