* Die Angst ist der Erleichterung gewichen. Es gibt eine Diagnose, die nicht lebensbedrohlich ist, aber irgendwie uneindeutig, so dass ein leichtes Unbehagen bleibt. Vielen Dank für das Daumendrücken, wir kehren gerade zur Normalität zurück, wobei es so richtige Normalität bei uns eigentlich gar nicht gibt.
* Ich bin alltags-, haushalts- und kindermüde. Ich möchte Ferien, mich einfach mal ein paar Stunden wegbeamen oder mit einem guten Buch und einer Tasse Tee ins Bett legen. Geht aber nicht, weil immer irgend etwas anderes ist.
* Ich bin für eine zeitliche Verlagerung dieser ganzen Vorschul-, Schul- und sonstwie gearteten Advents- und Vorweihnachtsfeiern in die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern, damit man vor Weihnachten wenigstens mal Zeit hätte, besinlich vorm Adventskranz zu sitzen.
* Mir fehlt eine Mutter. Rein biologisch ist sie vorhanden.
* Im Kiga geht Magen-Darm um. Heute morgen im Flur O-Ton einer Mutter: “Die Schantalle (Name aus datenschutzrechtlichen Gründen geändert) hat die ganze Nacht gebrochen. Heute morgen war sie aber ganz fröhlich, da habe ich sie gebracht.” So, nun wundern wir uns auch nicht mehr, warum sich dieses Virus mit atemberaubender Geschwindigkeit überall verbreitet.
* Mein allerjüngstes Kind treibt mich gerade in den Wahnsinn. Es ist wunderbar charmant, liebevoll, fröhlich – aber es tut Dinge, die kein Kind zuvor tat. Auf Tische klettern und Gläser und Flaschen herunterwerfen, auf Hocker klettern und Messer organisieren, die irgendwo auf Anrichten ganz weit hinten stehen, Kellertreppen herunterstürzen, weil es meint, man könne Stufen (O-Ton hoppopoppopp) springen statt laufen, mit Toilettenbürsten Waschbecken schrubben etc … Die anderen beiden haben auch Quatsch gemacht, natürlich, aber dieses Töchterlein setzt bei allem noch kräftig eines drauf. Seit ein paar Wochen denke ich ernsthaft darüber nach, ob man Kinder anleinen darf …
* Biokisten sind was Feines. Ich habe seit Jahren zum ersten Mal wieder Rote Bete gegessen, mit Mozzarella und Haselnüssen, in weißem Balsamico mariniert. Äpfel und Birnen sind so manierlich klein, dass sie in Kinderhände passen und umgehend gegessen werden. Und Pastinaken-Kartoffelpuffer machen sich gut, wenn Gastkinder kommen, Grünkohl ist eine Heidenarbeit, aber jedes Gramm lecker etc … Jetzt bräuchte ich nur noch ein weiteres gutes Gemüsekochbuch (nicht dass ich nicht schon welche hätte, aber Bücher sind meine Schuhe
) Jemand Tipps?