Ich, Mutter, schizophren
Seit eineinhalb Wochen besucht auch das kleinste Mädchen nach einer monatelangen Eingewöhnungszeit für ein bis zwei Stunden am Tag den Kindergarten. Die mittlere ebenfalls, der Große geht zur Schule. Nun sollte man meinen, ach wie schön, endlich Zeit für mich. Ist aber nicht so. Gluckenmäßig vermisse ich die Kinder, insbesondere das Kleinste, bereits drei Minuten nach der Abgabe. In der Zeit, die ich eigentlich zum Auffrischen meiner Studieninhalte nutzen wollte, denke ich, während ich lese und Notizen mache, ständig darüber nach, wie es ihr wohl geht, ob sie auch nicht weint, was ich stattdessen hier mit ihr machen würde etc … Hätte mir das je irgendwer erzählt, hätte ich es nicht geglaubt, jetzt bin ich selbst so. Geht das noch mal weg, dieses Eva-Herman-Syndrom?
Edit: Madämsche war heute bereits nach einer Stunde wieder da, da verfiebert und weinerlich. Ich muss mir High Speed Reading angewöhnen. 150 pph (pages per hour) oder so …
Edit 2: ich muss aufhören, vor Freude zu heulen, wenn sie wieder zu Hause ist. Was soll das Kind denn von mir denken?

Och, ich dachte, beim 3. Kind sei das schon Routine?! Nein, nein ich kann Dich voll verstehen! Aber irgendwann gefällt´s Euch beiden – aber das weißte ja
Peggy