Das Putzen und ich

Es soll ja Menschen geben, die sich beim Putzen herrlich entspannen, Aggressionen abbauen und in meditative Zustände gelangen können. Ich nicht. Definitiv nicht. Ich werde, je länger ich putze, um so aggressiver. Überall liegt irgend ein Krempel herum, der nicht weggeworfen werden darf, überall Dinge von Menschen im Haus, die wichtigere Dinge zu tun haben und sich nicht mit so banalen Dingen wie Aufräumen, Ausmisten und Aussortieren abgeben müssen. Und so steigere ich mich mehr und mehr in eine fürchterliche Wut hinein, schimpfe vor mich hin, zerre den Staubsauger hinter mir her, werfe schmutzige Bettwäsche durchs Treppenhaus, trete gern mal gegen das eine oder andere Plastikspielzeug, und heute ist mir beim Hin- und Herschieben der Vitrine sogar mein geliebter Ton-Engel heruntergefallen und hat Flügel und Zopf verloren. Professionelle Reinigungsfachkraft, das wäre so gar nichts für mich … aber vielleicht hat der Himmel ja auch ein Einsehen und schickt mir ein anderes Betätigungsfeld …

One Response to “Das Putzen und ich”

  1. ToSiLuHa says on :

    Hier auch. So wie da.

    *hrgh*

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