… liebe Frau von der Akademischen Fachberatung des Arbeitsamtes. Sie sind wirklich eine große Hilfe, und das meine ich jetzt ernst. Nicht nur, dass Sie mich nicht wöchentlich zum Gespräch zitieren, nein, WENN wir miteinander reden, hören Sie mir sogar zu, nehmen meine beruflichen Ziele ernst, haben mir ernsthaft gute Tipps gegeben (z.B., einfach mal bei den Schulen im Umkreis durchzuklingeln, auch wenn keine Stellen frei sind), Sie verordnen mir keine sinnlosen Maßnahmen wie einen Altenpflegekurs oder einen LKW-Führerschein, geben regelmäßig Rückmeldung, haben mich ermuntert, bei befristeten und schlecht bezahlten Stellen abzusagen, und ich hatte darüber hinaus im bisherigen Miteinander nie das Gefühl, belehrt, mit RatSCHLÄGEN erdrückt oder aus der “Ich gebe Ihnen das Geld, und Sie tun, was ich Ihnen sage”-Perspektive behandelt zu werden. Ich hoffe, dass Sie mich ab Sommer allein lassen können und werde Sie bei Ihrem Vorgesetzten loben
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Posted on Februar 17th, 2010 by Patricia | No Comments »
Posted on Februar 17th, 2010 by Patricia | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.
Vorgestern hatte ich ein sehr aufschlussreiches Gespräch an einem Gymnasium, das gerade mal 11 Kilometer entfernt liegt. Eine unglaublich nette Rektorin, die meinen Lebenslauf durchscannte und sagte “Oooh, damit bekommen Sie an jeder Schule sofort eine Stelle!” (ich zweifle ja noch, ob das so ist, aber trotzdem war es Balsam auf meiner eineinhalb Jahre alten Hausfrauen-Seele, die, je länger sie zu Hause weilt, desto mehr Zweifel an sich, dem bisherigen Bildungs- und Berufsweg und dem Lebenssinn an sich hegt …). Ein sehr nettes Gespräch also, in dem sie mir die Möglichkeit skizzierte, berufsbegleitend das Zweite Staatsexamen zu absolvieren, auch das in Teilzeit möglich (wenn ich Sie mir so anschaue, glaube ich, Sie schaffen das), sogar eine Verkürzung auf 18 Monate sei möglich, die Bezahlung besser als im Referendariat, und der Einstieg möglich, da Stellen frei seien und frei würden, auf die mein Profil passe. Während ich auf dem Ledersessel im Rektorenzimmer saß, passierte Seltsames: ich bekam plötzlich ganz große Lust, hier und jetzt zu arbeiten, und noch besser, ich hatte das Gefühl, ICH KANN DAS. (zu Hause zwischen Wisch- und Windeleimer zweifele ich oft arg an meinen Kompetenzen und habe das Gefühl, ich verliere mehr und mehr davon, also nicht die sozialen, eher die beruflichen …) Jetzt warte ich auf die Ausschreibungen, die irgendwann im Frühling erfolgen sollen (hoffe, dass die Rektorin sich nicht im Nachhinein überlegt, dass sie doch keine Lehrerin möchte, die zwischendurch in bekloppten Internet-Klitschen gearbeitet hat), danach muss ich mich einer bösen, bösen Auswahlkommission stellen (sagte ich schon, dass ich Mitglieder staatlicher Prüfungsämter LIEBE?) und mit unverschämt viel Glück könnte ich ab Sommer die Ärmel hochkrempeln und loslegen – 20 Minuten vom Wohnort entfernt, in den Fächern, die ich studiert habe, in einer Schule, die handlungsorientiert und lebenspraktisch ausgerichtet ist, eine engagierte Geschichts- und Deutschlehrerin sucht, die auch mal Ausstellungen in Museen organisiert und und und … Ich bin nach dem Gespräch zurückgefahren und fühlte mich wie ein Terrier, der sich in einen Pantoffel verbissen hat. Bleibt zu hoffen, dass ich den Pantoffel behalten darf (und ihn nicht zerfleddere …). Und ja, ich weiß, Lehrer sein ist hart, zermürbend, frustrierend, entmutigend und manchmal lebensgefährlich, aber ich will das jetzt trotzdem!
Posted on Februar 12th, 2010 by Patricia | 5 Comments »
Es soll ja Menschen geben, die sich beim Putzen herrlich entspannen, Aggressionen abbauen und in meditative Zustände gelangen können. Ich nicht. Definitiv nicht. Ich werde, je länger ich putze, um so aggressiver. Überall liegt irgend ein Krempel herum, der nicht weggeworfen werden darf, überall Dinge von Menschen im Haus, die wichtigere Dinge zu tun haben und sich nicht mit so banalen Dingen wie Aufräumen, Ausmisten und Aussortieren abgeben müssen. Und so steigere ich mich mehr und mehr in eine fürchterliche Wut hinein, schimpfe vor mich hin, zerre den Staubsauger hinter mir her, werfe schmutzige Bettwäsche durchs Treppenhaus, trete gern mal gegen das eine oder andere Plastikspielzeug, und heute ist mir beim Hin- und Herschieben der Vitrine sogar mein geliebter Ton-Engel heruntergefallen und hat Flügel und Zopf verloren. Professionelle Reinigungsfachkraft, das wäre so gar nichts für mich … aber vielleicht hat der Himmel ja auch ein Einsehen und schickt mir ein anderes Betätigungsfeld …
Posted on Februar 12th, 2010 by Patricia | 1 Comment »
Posted on Februar 10th, 2010 by Patricia | 4 Comments »
Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert.
- Hermann Hesse, Demian
Posted on Februar 8th, 2010 by Patricia | No Comments »
Der Sechsjährige beschäftigt sich derzeit intensiv mit dem Klima, CO2-Ausstoß, der Rodung des Regenwaldes und allen anderen Umweltsünden der zivilisierten Welt. Gestern beim Frühstück dann spielte er das Zerstörungs-Szenario im Kopf bis zum Schluss durch und fragte am Ende: “Und wenn die Menschen die Erde einmal komplett kaputt gemacht haben, dürfen sie dann noch einmal von vorn anfangen?” Ich musste unwillkürlich hieran denken … (und daran, dass wir größtenteils immer noch so leben, als wüssten wir, wo sich der Reset-Button befindet)
Posted on Februar 8th, 2010 by Patricia | No Comments »
Die Tagesmutter, die unsere beiden Großen betreut hat und unserer Familie dabei sehr ans Herz gewachsen ist, hat uns irgendwann von ihrem Freitagabend-Ritual erzählt: Am Freitagabend mussten die Kinder spätestens um 19 Uhr das Wohnzimmer verlassen, auch als sie älter waren, bekamen Cola, Chips und Hörspiele aufs Zimmer, während die Eltern ihren kinderfreien Abend einläuteten, kochten, spielten und gepflegt eine Flasche Wein öffneten. Mir hat die Idee des kinderfreien Abends sehr gefallen (okay, irgendwann früher oder später ist der Abend immer kinderfrei, aber eben die Routine dahinter fand ich reizvoll), so dass es bei uns im Haus seit einiger Zeit den kinderfreien Freitagabend gibt. Bislang ohne Cola und Chips, dafür aber mit Hörspielen in den Kinderzimmern, und wir schnippeln oder brutzeln uns unsere kinderfreie Mahlzeit. Heute abend Rohkostplatte mit Ayvar-Dressing (das ist das rote Zeugs da neben dem Salat, und nein, ich weiß, ich bin kein Foodstylist, aber das Foto ist eher für Dokumentationszwecke, falls mich die Kinder in 20 Jahren mal fragen, was wir so am kinderfreien Freitagabend gemacht haben … )

Posted on Februar 5th, 2010 by Patricia | 1 Comment »
… und da sie mich in so vielen Blogs gerade anlacht, auch mal ein Foto von unserer Biokiste – tolle Sache das, online sind Produkte und Menge individuell konfigurierbar, zu ergänzen durch ein komplettes Bio-Sortiment, das der Hofladen bereithält, der einzige Haken an der Sache ist, dass die Kiste mittwochs kommt und wir am Sonntagabend eigentlich eine neue bräuchten …

Posted on Februar 5th, 2010 by Patricia | 1 Comment »
… wenn der Sohn “Jim Knopf” schaut, mir etwas über Frau Mahlzahn erzählen möchte und statt Frau Mahlzahn versehentlich Frau *Nachnamederklassenlehrerin* sagt? Ist das jetzt eine klassische Freudsche Fehlleistung, oder beliebte das Kind zu scherzen?
Posted on Februar 4th, 2010 by Patricia | No Comments »