Grenzübergänge

Am Mittwochabend lief in der ARD Aelrun Goettes Spielfilm “Keine Angst“. Nach “Die Kinder sind tot” und dem Tatort “Der glückliche Tod” für mich der dritte Film der Regisseurin, der mich tagelang gedanklich auf Trab hält. Keine banalen Themen, kein kalkulierter Hollywood-Scheiß, keine schönen Menschen, keine Sorge um Make Up, Frisur und Wohneinrichtung, stattdessen Verwahrlosung, Lethargie, Verlorenheit und soziale Schichten, die sorgfältig wie Inseln voneinander abgegrenzt sind. Kinder, die keine sein dürfen, Eltern, die keine sein können, hilflose Vertreter des Staates, die dem Elend nichts mehr entgegensetzen können, und dazwischen eine kleine Romeo-und-Julia-Geschichte, die uralte Hoffnung, dass Liebe Grenzen überschreiten kann. Kein Film für Zartbesaitete, dafür um so besser recherchiert und authentisch statt voyeuristisch. Falls der Film noch einmal irgendwo ausgestrahlt wird – er ist sehr sehenswert! (Uff … )

One Response to “Grenzübergänge”

  1. Peggy says on :

    Ich hab soo geheult! Ich wollte ihn eigentlich nicht sehen, doch die Geschichte hat mich so gefesselt, obwohl ich dich zwischendurch wegschalten musste! Ich hoffe immer, dass es so was nicht wirklich gibt und kein Kind so was durchmachen muss. Natürlich weiß ich, dass es nicht so ist. Aber ich will das nicht hören/sehen etc., da es mich auch so fertig macht. Am liebsten würde ich helfen, weiß aber nicht wie und dann denke ich lieber nicht an diese schrecklichen Ereignisse. Naiv, ich weiß…

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