Archive for Mai, 2010

Ich werde sie Elfriede nennen …

… unsere neue Waschmaschine. Und Isolde den Geschirrspüler. Durch diese Personalisierung verspreche ich mir eine längere Lebenslaufzeit und eine tiefe innige Freundschaft. Durch die Qualitätszeit, die ich mit beiden Geräten zur Zeit verbringe (ich sage jetzt nicht, dass der Sohn gestern mit Magen-Darm aus der Schule abgeholt werden musste und die halbe Schule flach liegt, nein, sage ich jetzt nicht, ich will das Kapitel endlich schließen!), werden Elfriede und Isolde sicherlich in Kürze meine allerbesten Freundinnen hier im Haus sein, und da sie beide so nette Gebrauchsanweisungen haben, muss ich auch nicht fürchten, sie falsch zu behandeln oder vor den Kopf zu stoßen. Bleibt nur die Frage: ich habe da so nette freiberufliche Aufträge, die würde ich gern abarbeiten, nur wann? Zwischen null und fünf Uhr morgens wäre noch Zeit. Wie habe ich das eigentlich früher gemacht, als ich noch arbeiten war? *grübel*

Posted on Mai 7th, 2010 by Ordinarylife  |  1 Comment »

Uff …

Heute Morgen fühlte ich mich sehr an Frau Kassiopeias Spurt zum Ergotherapeuten erinnert – bei uns war es die Logopädin, aber die Umstände fühlten sich recht ähnlich an. Da der Termin um 9.45 Uhr war, schwänzten wir heute den Kindergarten und ich beschloss, vorher noch die Wohnung aufzuräumen und zu putzen. Weil Putzen bekanntlich länger dauert als geplant (zumindest bei mir), beschloss ich um 9.30 Uhr, also recht knapp, loszufahren. Doch, oh Schreck, oh Graus, mein Haustürschlüssel war verschwunden. Nach erfolgloser Suche beschloss ich, durch die Terrassentür zu gehen – aber: das Schloss lässt sich nur von innen, nicht aber von außen abschließen. Kurzerhand, und weil ausgefallene Stunden richtig Geld kosten, ließ ich die Tür offen, düste mit dem Töchterchen unter Übertretung aller Geschwindigkeitsregeln los und fand auch noch pünktlich um 9.42 Uhr einen Parkplatz direkt vor der Tür. Während wir ausstiegen, stürzte pikanterweise ein Rentner auf uns zu, der darauf aufmerksam machte, dass ich soeben verkehrt herum auf den Parkplatz gefahren sei (Einbahnstraße) und er eigentlich, da er richtig gefahren sei, Anspruch auf diesen Parkplatz habe. Töchterchen übernahm die Antwort für mich: “Du, wir haben eben eeewig unseren Schlüssel gesucht du, dann mussten wir ganz schnell hierher fahren, und jetzt muss ich zur Lobopädin (sic!) und wir haben eigentlich gar keine Zeit zum Reden!” Besser hätte ich es auch nicht formulieren können, und verwirrt lächelnd ließ uns der Rentner ziehen. Tja, und der Rest des Tages wurde besser. Während das Töchterlein Sprechen übte, fuhr ich noch einmal nach Hause, fand meinen Schlüssel dick und fett auf der Treppe liegend (ich glaube übrigens auch an Mucklas ;-) ), holte das Töchterchen wieder ab – wir gönnten uns ein Stück Kuchen auf den Schreck und mein Fazit: zu viel Aufräumen ist nicht gut für Chaoten wie mich …

Posted on Mai 6th, 2010 by Ordinarylife  |  2 Comments »

Unterzeichnet

Wie bereits bei Frische Brise und Katobia zu lesen war, befinden sich vor allem die freiberuflich arbeitenden Hebammen in Deutschland aufgrund steigender Versicherungsbeiträge in einer finanziell desolaten Lage. Gestern stolperte ich noch einmal über diesen Beitrag – und heute morgen habe ich diese E-Petition unterzeichnet, und ich mache gern und bereitwillig in meinem Blog Werbung für freiberuflich arbeitende Hebammen. Meine drei Kinder wären ohne sie nicht so entspannt auf die Welt gekommen: die erste hielt mir im Krankenhaus bei der ambulanten Geburt den Rücken frei von unnötigen medizinischen Interventionen, die zweite ermöglichte mir im Geburtshaus eine unglaublich entspannte Geburt und die dritte stand hinter, vor und neben mir, als ich das Allerjüngste zu Hause zu bekam. Ich habe riesigen Respekt vor ihrer Arbeit und denke, sie sind chronisch unterbezahlt. Bitte unterzeichnen! :-)

Posted on Mai 5th, 2010 by Ordinarylife  |  2 Comments »

Viel zu pathetisch, aber …

httpv://www.youtube.com/watch?v=dxkeJALHrVM

Ich dachte ja am Sonntagabend noch, jetzt gehts aufwärts, aber da war wohl nur der Geist willig … Nachdem ich mich die vergangenen zwei Tage mit Magenkrämpfen und immer wieder aufwallender Übelkeit mehr schlecht als recht bis zum Abend gequält habe (stelle fest, absolut kein Bedarf mehr an tagelanger Übelkeit, sehr gutes Argument gegen ein viertes Kind ;-) ), ist heute nach siebeneinhalb Stunden Schlaf am Stück (sic! so was gibts noch, danke Babykind!) der erste Tag, an dem ich mich wieder so halbwegs lebendig fühle. Ich schlage Schneisen ins häusliche Chaos, beseitige die Wäscheberge, öffne Fenster und werfe traurig zwei angegilbte Porreestangen, eine überlagerte Mango und ein matschiges Bund Radieschen in die Komposttonne – sollte eigentlich alles am Wochenende gegessen werden, aber die Hüterin der Vitamine mochte in den letzten Tagen nicht in näheren Kontakt mit Nahrungsmitteln treten …. (da macht Kochen für Kinder so richtig Spaß – ürks) – aber nun gehts aufwärts, zumindest bis zum nächsten Virus.

Posted on Mai 5th, 2010 by Ordinarylife  |  1 Comment »

Mothers`Emergency Call

Als ich da gestern zum Klo raste und dem besten Mann nur noch flüchtig zurufen konnte, er solle sich ums jüngste Kind kümmern, ich müsse jetzt dringend …, als ich dann wenig später ziemlich groggy auf allen Vieren ins Bett krabbelte und sehr sehr froh darum war, dass Sonntag und der Mann nicht bei der Arbeit, da befiel mich Panik. Was, wenn mich so etwas nun an einem Montag, Dienstag, oder sonstwann befiele? Wenn ich umkippe und hier drei kleine Kinder allein sitzen? Gibt es einen Notruf für Mütter, bei dem ich anrufen und “Hilfe, Hilfe, ich kann nicht mehr!” in den Hörer rufen kann? Nein, ich lebe nicht isolationistisch, wir haben guten Kontakt zu den Nachbarn, aber wirkliche Notsituationen habe ich noch nicht erlebt. Die meisten Familien um uns herum sind mit Omas, Opas und Co. ausgestattet, die in Krisenfällen einspringen – unsere sind weit weg … Und irgendwie bin ich auch ein ziemlicher Krüppel darin, andere um Hilfe zu bitten … Muss ich wohl mal auf meine unsichtbare Gesprächsliste setzen beim nächsten Frühstück mit der netten Nachbarin drei Hausreihen weiter …

Posted on Mai 3rd, 2010 by Ordinarylife  |  2 Comments »

Nun doch …

… dachte ich ja lange noch, ich bleibe verschont von den umherschwirrenden Magen-Darm-Viren, haben sie mich am Wochenende doch überfallen, und dann gleich mit aller Heftigkeit. Zwei Kilo leichter, eines schönen Wochenendes beraubt und mit noch einigem Grummeln in der Magengegend starte ich in die neue Woche. Schade, ich hätte eigentlich heute einen beruflichen Termin gehabt, aber dieses Virus wollte ich meinem Gegenüber dann doch nicht antun …

Posted on Mai 3rd, 2010 by Ordinarylife  |  No Comments »

Weben für den Weltfrieden

Der Große ist beschäftigt. Mit einem simplen Webrahmen. Und drei Knäulen bunter Wolle. Seit heute morgen neun Uhr webt er. Am Küchentisch, im Garten, in seinem Zimmer. Es ist, als sei er gar nicht da. Ein Mysterium. Glücklich lächelnd, zufrieden und entspannt. Ich bin schwer beeindruckt … ! Wenn Weben das mit allen Kindern macht, verstehe ich allmählich, dass es in Waldorfschulen ein Unterrichtsfach ist.

Posted on Mai 1st, 2010 by Ordinarylife  |  2 Comments »