Bienenstich
Gabs hier – gleich zwei Mal diese Woche. Nicht diesen leckeren, mit Mandeln obendrauf und Sahnecreme drunter, neee, in den Fuß. Zuerst traf es den Großen draußen beim Fußballspielen – eine Biene hatte sich in seinen Sandalen verirrt und ihren Stachel in seinen Zeh gerammt. Nach Stachelausziehen, Zwiebelauflegen, Kühlen und Apis sowie Hochlagerung des Fußes ging es dem Verwundeten abends wieder ganz gut. Heute dann war ich das Opfer. Zugegeben, ich dumme Nuss bin auch völlig barfuß durch den Garten gelaufen, aber der Rasen war frisch gemäht, aller Klee weg. Wer denkt daran, mitten im grünen Gras auf Bienen zu treten? Jedenfalls konnte ich den Schmerz des Großen richtig gut nachvollziehen. Was mich aber wirklich ge- und berührt hat, waren meine fleißigen Ersthelfer. Der Sohn rief: “Warte, Mama, ich trage dich rein!” (nein, keine Sorge, konnte er natürlich nicht …), und während ich den dicken roten Zeh unter kaltem Wasser kühlte, rasten die Großen in den Keller, bewaffneten sich mit Zwiebeln, die der Große weltmännisch zerteilte, die Mittlere flutete bei der Zubereitung von Eiswasser das Badezimmer und die Kleinste schob den Küchenstuhl zum Kühlschrank, um einen Kühlakku zu suchen. Meine Kinder – schön, dass man sich im Zweifelsfall auf euch verlassen kann!

Oh wie süß von den Dreien! Das ist der Schmerz ja nur noch halb so schlimm, bei so tollen Tröstern.
Hoffentlich verheilt der Stich bei Dir und Deinem Sohn rasch!
Das nenne ich doch mal eine Familie: jeder ist für den anderen da
Toll!