- Ein Herbstanfang, der nach Sommer riecht, entschädigt ein ganz klein wenig für zahllose Sommerwochen, in denen es nach Winter roch.
- Die kürzer werdenden Tage führen dazu, dass das Minikind doch tatsächlich manchmal bis 7 Uhr schläft. Meine Augenringe danken ihm sehr.
- Seit die Minimotte morgens den Kindergarten besucht, sind die Knie meiner Hosen nicht mehr im Vier- sondern nur noch im Achtwochentakt durchgescheuert.
- Mit überbreiten landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen wie Rüben-Erntemaschinen, Mähdreschern und Co. sollte man in geschlossenen Ortschaften bitte, bitte nicht mehr als 70 fahren. Das verursacht auf der gegenüberliegenden Fahrspur auch bei unter Vierzigjährigen mit drei Kindern im Auto Herzrasen.
- Der Waldorfschule des Sohnes kann man keine Medienfeindlichkeit vorwerfen. Im Lehrerzimmer stehen sechs nietennagelneue PCs mit riesigen Flatscreens zur Unterrichtsvorbereitung. Der Klassenlehrer des Sohnes notiert seine Unterrichtsentwürfe im Iphone und antwortet auf Mails innerhalb eines halben Tages. Ich bin dank diverser Mailing-Listen und wöchentlicher Online-Statusberichte völlig up to date über den Schulalltag. Wir sind zufrieden. Nicht zuletzt über eine entspannte Lernatmosphäre, die dieser hier sehr ähnlich ist. (der komplette Film befindet sich in der BR-Mediathek)
- Heute morgen zwischen fünf und sechs habe ich über das Thema “Rente.nlücke” nachgedacht. (schönes Thema, wenn man nicht mehr schlafen kann – schön auch, dass ICH mich offenbar daran gewöhnt habe, früh aufzustehen, während das Kleinkind selig schlummert) Ich habe jetzt 16 Jahre in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt (und dabei bislang trotz hoher Beiträge nur einen aus der Perspektive von 2040 mickrigen Rentenanspruch erworben), vor fünf Jahren eine Ries.terrente abgeschlossen (die sicherlich im Alter von meiner gesetzlichen Rente abgezogen wird, damit am Ende auch bei allen ein Einheitsbetrag steht), aber wenn ich über Inflation, Ausgaben im Alter etc … nachdenke, habe ich das Gefühl, umgehend im Lotto gewinnen oder eine Bank überfallen zu müssen, ansonsten gäbs nur schimmliges Brot.
- Ich mag keine Vertreter von Mobilfunkunternehmen, Versicherungen und Haushaltsartikeln, die ungefragt meinen Klingelknopf betätigen. In meinem Hirn kommt es zu eine Überaktivität einiger Regionen, die verbunden ist mit emotionalen Überreaktionen und ich bin dann gemeiner, als ich eigentlich sein möchte. (in der Regel schließe ich die Haustür und denke dann, aber bedauerlicherweise auch erst dann: “Meine Güte, Patricia, das war doch nun nicht nötig, der arme Mann möchte ja nun auch nur von irgend etwas leben!” )
- Sinnfreies Bloggen war schon immer meines