Kleine Seen
Seit ich Kinder habe, weine ich mehr. Nicht in der Öffentlichkeit. Eher zu Hause, unter der Bettdecke, im Keller. Never in Public. Nicht einmal, als in der Elternzeit meine alte Firma aufgelöst wurde und ich plötzlich mir nichts, dir nichts nach zehn Jahren auf der Straße stand. Heute aber, als ich im Gang der Schule stand und meine (nun ehemaligen) Elftklässler an mir vorüberzogen, als sie fragten, warum ich hier stehe, ich ihnen erklären musste, dass ich nicht mehr wiederkomme, da hatte ich Tränen in den Augen. Vielleicht lag es daran, dass sie mir auf ganz nonchalante Art versicherten, das ginge aber nicht, das sei so schön gewesen letzte Woche. O-Ton: “Sie haben ALLEN in die Augen geschaut und sie ernst genommen!” (ich wüsste allerdings nicht, wie Unterricht anders funktionieren sollte – und ja, ist ne komische Schrulle von mir, aber ich schaue Menschen sehr gern in die Augen …)
Vollends vorbei wars dann, als sie sagten: “Sie brauchen sich auch nicht so ne Arbeit mit uns zu machen. Wir nehmen Sie auch, wenn sie nur mit Schulbuch und Frontalunterricht weitermachen!” (ich bin ehrlich gesagt selten authentischer gelobt worden. In der Wirtschaft gibts nen Bonus, vielleicht mal ne geschliffene Rundmail, aber alles polite, correct, und selten von Herzen)
Meines wiederum, mein Herz, ward schwerer und schwerer, und fast hätte ich meine Kündigung vom Tisch des Schulleiters entwendet – aber die Vernunft hat letztlich gesiegt. Es kann nicht die einzige Tür gewesen sein, durch die ich in die Zukunft gehen kann … notfalls krabbele ich in ein paar Jahren durchs Fenster hinterher
*schnief*

Wow, das sind wirklich harte Kritiker mit einer super Kritik.
Versuch´s wirklich in ein paar Jahren noch mal, notfalls durchs Fenster
*Mitschnief*…
Das war ja echt tolles Feedback! Davon können viele nur träumen. Daran siehst du, dass du einen tollen Job machst und das egal ob jetzt oder in fünf Jahren. Ich wünsche alles Gute für die Zukunft