Archive for Februar, 2011

Nachhaltigkeit

Normalerweise mache ich ja keine Produktwerbung, aber zeitgleich zu diesem Artikel habe ich mich mit der Reparatur meiner Digitalkamera herumgeschlagen. Der Sohn hatte mir das noch sehr neue Stück, als er mich stürmisch umarmen wollte, aus der Hand geschlagen, und seitdem war vorn am Blendenring eine deutliche Delle, die dazu führte, dass die Blende nicht mehr schloss. Aus dem Inneren ertönte beim Fotografieren ein merkwürdiges Schnarren. Der Fotohändler vor Ort besah die Kamera und erklärte mir, eine Reparatur würde sich absolut nicht lohnen, er müsse das komplette Objektiv ersetzen und das sei als Ersatzteil so teuer, dass ich mir gleich eine neue Kamera kaufen könnte. Wie blöd! Da es mir völlig widerstrebte, ein an sich noch funktionsfähiges Gerät auf die Müllhalde zu bringen, habe ich das Internet durchforstet und bin auf diesen Service gestoßen.  Telefonisch schilderte ich mein Anliegen, man versicherte mir, man werde die Kamera anschauen, sich vor der Reparatur, so sie denn möglich sei, melden, und ansonsten müsse ich nur die Rücksendekosten zahlen. Ich dachte mir, ob ich die Kamera nun auf den Müll werfe oder nach Unterfranken schicke, ist eigentlich auch egal (ich neige zu melodramatischem Schwarzsehen …), packte mein Päckchen und erhielt zwei Tage später einen sehr freundlichen Anruf in wunderbarstem Fränkisch. Man könne den Blendenring sacht und vorsichtig wieder in Form bringen, danach schlösse sich auch die Blende wieder und das Schnarren beim Fotografieren würde aufhören, das liege nämlich an der nicht schließenden Blende. Ich willigte erfreut ein, insbesondere, da mich die komplette Reparatur inclusive Porto “nur” 50 Euro gekostet hat (im Vergleich zum Neupreis ist das tatsächlich erfreulich!) Die Kamera kam sorgsamst verpackt wieder hier an und schaut tatsächlich aus wie neu.

Und die Moral von der Geschicht`? Traue nie dem Händler vor Ort, der will sowieso nur neue Geräte verkaufen.

Posted on Februar 28th, 2011 by Ordinarylife  |  1 Comment »

Sonntag im Museum

Entgegen aller Befürchtungen haben die Kinder keine Alarmanlagen ausgelöst, alle Exponate unbeschädigt hinterlassen und verlangten an der Kasse nicht nach Schokolade, Lutscher und Co. Wer im Raum Ostwestfalen wohnt und hübsche Automaten aus vergangener Zeit mag, sollte einen Blick in die Sonderausstellung im Historischen Museum Bielefeld werfen. Diese hübsche Dame beispielsweise prophezeit für ein paar Centime die Zukunft.

Und an diesen Automaten hätte ich selbst gern meine Naschgelüste befriedigt .. Schokolade!

… und Bonbons für kleine runde Kinder!

Die Dauerausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Industrialisierung. Es gibt Webstühle, Dampfmaschinen, alte Autos und historische Nachbildungen von Wohnstätten. Warum auf dem Sofa in der Küche des Arbeiterhaushalts allerdings eine Ältere-Herren-Puppe mit Ausstellungskatalog auf den Beinen liegt, die auf den ersten Blick erstaunlich echt wirkt, ist mir ein Rätsel. (“Guck mal, Mama, eine Muumie, sind wir hier in Ägypten?”) Ich gebe zu, ich dachte zuerst, ein Museumsmitarbeiter macht hier ein Päuschen …

Posted on Februar 27th, 2011 by Ordinarylife  |  2 Comments »

Wochenende!

Ein erholsames, gesundes und sonniges Ihnen allen!

Posted on Februar 26th, 2011 by Ordinarylife  |  2 Comments »

Gender, Alter oder individuell?

Wenn ich mit einem der größeren Kinder etwas üben, wiederholen, lernen o.ä. möchte, könnte der Arbeitsauftrag an das jeweils andere größere Kind ungefähr so lauten:

Kannst du mit dem Kleinkind in deinem Zimmer bitte eine Viertelstunde leise und friedlich spielen, bis wir fertig sind?

Die Umsetzung erfolgt bei beiden Kindern grundverschieden:

Das Tochterkind nimmt die kleine Schwester an die Hand und spielt Mutter und Kind, ein Kleinkindpuzzle oder kämmt dem Winzelchen die Haare. Man hört keinen Ton, außer vielleicht ein leises Gackern.

Der Sohn zieht die kleine Schwester in sein Zimmer und ruft: “Hey, let`s fetz!” Wenig später höre ich lautstarke Musik aus dem Kinderzimmer und der Sohn tanzt mit dem Schwesterlein ausgelassen zu den Beatsteaks.

Liegt das nun am Geschlecht, am Alter (er ist sieben, die Schwester gerade fünf) oder am Typ? Und welches der beiden Adjektive leise und friedlich gehört ins Fremdwörterlexikon und ist für Grundschulkinder unverständlich?

(zumindest ist es dem kleinen Schwesterlein nie langweilig, es erhält vielfältige Anregungen, die vermutlich über die mancher gleichaltriger Kinder hinausgehen ;-) )

Posted on Februar 25th, 2011 by Ordinarylife  |  6 Comments »

Na bitte …

… geht doch mit den Frühlingsboten!

Und dieser Himmel! Liegestühle raus, Sonnenbrille auf die Nase und genießen! ;-)

Posted on Februar 25th, 2011 by Ordinarylife  |  No Comments »

Diese kleinen Hände

die mich durch den Tag begleiten und die Welt begreifen, ich hab sie so lieb! (auch wenn sie sich manchmal an, in und unter Dingen befinden, in deren Nähe ich sie eher nicht sehen möchte …)

Posted on Februar 24th, 2011 by Ordinarylife  |  No Comments »

Geschützt: Von Ämtern und Menschen II

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Posted on Februar 24th, 2011 by Ordinarylife  |  Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.

Nö, Herr Goethe

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück;
der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.

(Monolog des Faust, Osterspaziergang, aus: Faust I, Vers 903ff.)

so ganz hat uns der Winter noch nicht verlassen, aber es sind ja noch ein paar Tage bis Ostern.

Posted on Februar 24th, 2011 by Ordinarylife  |  No Comments »

Von Menschen und Gesetzen

Da drehte sich der junge König um und rief: “Heinrich, der Wagen bricht!” 

“Nein, Herr, der Wagen nicht, es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen, als Ihr in dem Brunnen saßt.”

Noch einmal und noch einmal krachte es auf dem Weg. Und immer dachte der Königssoh, der Wagen bräche. Aber es waren nur die Bänder, die vom Herzen des treuen Heinrich absprangen, weil sein Herr erlöst und glücklich war.

Der Froschkönig, nacherzählt von Daniela Chudzinski, Stuttgart 2006.

Wir haben heute, nach einem langen und mühsamen Gang durch die Behörden, die einjährige Rückstellung des Töchterleins vom Schulbesuch erreicht. Geholfen haben uns dabei wirklich tolle Menschen an verschiedenen Stellen des Systems. Das ist einen eigenen Eintrag wert – morgen.

Posted on Februar 23rd, 2011 by Ordinarylife  |  8 Comments »

Danke, Mister Fleming,

dass du dich damals mit dieser verschimmelten Bakterienkultur beschäftigt und dabei das Penicillin entdeckt hast. Normalerweise mache ich ja einen großen Bogen um Antibiotika, gurgele mit Salbeitee, koche Zwiebelsaft und inhaliere Salzwasserdämpfe, aber die letzten Tage habe ich mich so elend fiebrig und schlapp gefühlt, dass es mich zur Ärztin getrieben hat, die “Iiih, sieht das eklig aus in Ihrem Hals!” ausrief, und fragte: “Tut das nicht fürchterlich weh?” Streptokokken trieben ihr Unwesen auf meinen Mandeln. Und – oh Wunder – eineinhalb Tage Antibiotikum und sie sind auf dem Rückmarsch. Die dicken Kieselsteine beim Schlucken werden kleiner. Manchmal ist Salbei dann doch nicht genug …

Posted on Februar 23rd, 2011 by Ordinarylife  |  4 Comments »