Kommt, wir gehen in den Wald!
Das große Kind ist Feuer und Flamme. Überhaupt würde das große Kind, seit es laufen kann, besser in die Welt von Ronja Räubertochter passen als ins 21. Jahrhundert. Gut, dass er in der Schule immer noch manchmal auf Bäumen sitzen und in Kastanienbetten liegen darf. Das mittlere Kind läuft mit, um aber kein Mitläufer zu sein, bricht es demonstrativ auf halber Strecke zusammen und braucht eine Riesenportion extrinsischer und intrinsischer Motivation, um weiterzulaufen. Das kleinste Kind geht ungehemmt seinem Sammeltrieb nach, Hinweise darauf, dass in meine Tasche nicht mehr als fünf Kilo Kastanien und Eicheln passen und vielleicht auch andere Menschen noch bunte Ahornblätter mit nach Hause nehmen wollen, ignoriert es geflissentlich. Erschöpft von seiner Jäger- und Sammlertätigkeit lässt es sich vom Vater zurück zum Auto tragen. Die Eltern erfreuen sich der Farben und Gerüche und frotzeln darüber, ob das kinderlose Paar um die 50, das am Teich stand und schweigend nebeneinander ferngesteuerte Boote über das Wasser fahren ließ (sie ein langsames Segelschiff, er ein schnelles Sportboot), dies wohl im Rahmen einer Paartherapie tat oder wir gerade Statisten eines neuen Buck-Films wurden. Glücklich darüber, statt mit zwei ferngesteuerten Booten mit drei Kindern nach Hause fahren zu dürfen.










