Archive for the ‘Dies und das’ Category

Kleine Seen

Seit ich Kinder habe, weine ich mehr. Nicht in der Öffentlichkeit. Eher zu Hause, unter der Bettdecke, im Keller. Never in Public. Nicht einmal, als in der Elternzeit meine alte Firma aufgelöst wurde und ich plötzlich mir nichts, dir nichts nach zehn Jahren auf der Straße stand. Heute aber, als ich im Gang der Schule stand und meine (nun ehemaligen) Elftklässler an mir vorüberzogen, als sie fragten, warum ich hier stehe, ich ihnen erklären musste, dass ich nicht mehr wiederkomme, da hatte ich Tränen in den Augen. Vielleicht lag es daran, dass sie mir auf ganz nonchalante Art versicherten, das ginge aber nicht, das sei so schön gewesen letzte Woche. O-Ton: “Sie haben ALLEN in die Augen geschaut und sie ernst genommen!” (ich wüsste allerdings nicht, wie Unterricht anders funktionieren sollte  – und ja, ist ne komische Schrulle von mir, aber ich schaue Menschen sehr gern in die Augen …)

Vollends vorbei wars dann, als sie sagten: “Sie brauchen sich auch nicht so ne Arbeit mit uns zu machen. Wir nehmen Sie auch, wenn sie nur mit Schulbuch und Frontalunterricht weitermachen!” (ich bin ehrlich gesagt selten authentischer gelobt worden. In der Wirtschaft gibts nen Bonus, vielleicht mal ne geschliffene Rundmail, aber alles polite, correct, und selten von Herzen)

Meines wiederum, mein Herz, ward schwerer und schwerer, und fast hätte ich meine Kündigung vom Tisch des Schulleiters entwendet – aber die Vernunft hat letztlich gesiegt. Es kann nicht die einzige Tür gewesen sein, durch die ich in die Zukunft gehen kann … notfalls krabbele ich in ein paar Jahren durchs Fenster hinterher ;-) *schnief*

Posted on September 3rd, 2010 by Patricia  |  2 Comments »

Not a Superwoman

Am Ende haben sie Recht behalten, die Zweifler, Skeptiker und Mahner. Ich steige aus. Nach nicht einmal zwei Wochen. Es fällt mir schwer, denn es hat Spaß gemacht, das Unterrichten. Ich hatte einige Aha-Erlebnisse und zu Beginn der vierten Deutschstunde die größten Sprachmuffel und -skeptiker zum Reden gebracht. Ich bin mir sicher, ich könnte eine gute Lehrerin werden. Der Inhalt stimmt. Aber die Verpackung nicht. Dreimal in der Woche Unterricht bis zum Abend, ich schaffe es nicht rechtzeitig zur Abholzeit des Großen und der Kleinen. Die mahnenden Blicke zur Uhr, weil die Erzieherinnen doch eigentlich schon Feierabend haben – vielleicht bilde ich sie mir auch nur ein. Dazu noch ein Seminartag, der von 8-18 Uhr dauert und dazu führt, dass ich 12 Stunden außer Haus bin. Ein sehr liebenswürdiger Fachleiter im ersten Fach, der mit vier Kindern einen guten Einblick in den Familienalltag hat. Einen unangenehmen im zweiten, der nicht versteht, dass Frauen mit Kindern unter 18 arbeiten möchten. Ein Mann, der mich zwar unterstützen möchte, aber de facto auch 40-50 Stunden arbeiten muss. Keine Großeltern in der Nähe, und keine bezahlbare, zuverlässige Haushaltshilfe, die unsere drei Kinder von 7.30 bis 19.00 Uhr (unterbrochen von Schule und Kindergarten) zu zwei verschiedenen Einrichtungen, die 20km auseinanderliegen, bringen kann. Abends um 22 Uhr beginnt mein Tag. Wenn die Kinder im Bett sind und der Haushalt erledigt (nur das Nötigste, nicht dass jemand auf falsche Gedanken kommt), geht es an die Unterrichtsvorbereitung. Ja, und da habe ich Ansprüche, die über “Schlag mal Seite 22 auf, lest die Geschichte und bearbeitet die Aufgaben 1-3″ hinausgehen. Um 2.00 Uhr bin ich im Bett, um 6.00 Uhr stehe ich auf. Das geht. Vielleicht einmal zwei Wochen, vielleicht zwei Monate. Nicht aber zwei Jahre. So nicht. Vielleicht war ich zu naiv zu glauben, es geht. Mitstreitende mit Kind haben arbeitslose Männer, Omas und Tanten in der Nähe. Wir nicht. Mir fällt es schwer zu kündigen. In den wenigen Tagen sind mir viele Schülerinnen und Schüler ans Herz gewachsen. Ich war baff, welche Ruhe bei spannenden Aufgaben selbst in Klassen mit 32 Kindern herrschen kann – und gerührt, welches Vertrauen mir entgegengebracht wurde. Ein Lehrerkollegium, das sich selbst neu finden muss- mit 30 neuen Kollegen, keinem Platz und keiner Zeit für sie.

Ich muss aber auch selbst überleben. Zeit für mich hatte ich schon vorher nicht. Zeit zum Schlafen nun auch nicht mehr. Notbremse. Was hilft einem der schönste Schuh, wenn er nicht passt? Ich weiß nicht, ob es Stellen wie diese in fünf Jahren noch gibt – wenn ja, würde ich sie gern später noch einmal antreten.

Posted on September 2nd, 2010 by Patricia  |  8 Comments »

Meine neue Selbsthilfegruppe

Seit Montag besuche ich diverse Veranstaltungen im Rahmen meines neuen Hauptseminars und ich stelle fest, mir gefällt es. Vor allem die Zusammensetzung der Gruppe: Lauter Menschen wie du und ich, nicht mehr so jung wie die meisten Referendare, mit einer ordentlichen Portion Pragmatismus und Berufserfahrung ausgestattet. Viele von ihnen haben auch (kleine) Kinder, manche sogar noch mehr als ich, so dass ich mit meinen Sorgen und Zweifeln plötzlich nicht mehr allein auf der Welt bin. Meine neue Selbsthilfegruppe also – vor allem, wenn es nächste Woche ernst wird :-)

Posted on August 25th, 2010 by Patricia  |  4 Comments »

Zwischenstand

Seit zwei Jahren nicht mehr als fünf Stunden Schlaf am Stück.

Seit sieben Jahren vielleicht zweimal im Kino und ebenso häufig in der Kneipe.

Freizeit ist die Zeit zwischen 21 Uhr (Schlafenszeit der Großen) und 23 Uhr (ich gehe zu Bett). Wenn da nicht Überweisungen, Formulare, Briefwechsel, Finanzamt, Jugendamt u.ä. sind.

Eingewöhnung der Kleinsten und Mittleren im neuen Kindergarten, der wundervoll ist. Für die Kinder. Und die Eltern.

In der einstündigen Mittagspause derzeit Unterrichtsvorbereitungen.

In guten Phasen freue ich mich auf das, was kommt. In schlechten Phasen habe ich Angst zu versagen. An allen Fronten. Als Mutter. Im Beruf. Bin dünnhäutig, leicht reizbar und weine beim geringsten Anlass. In den letzten Tagen haben die schlechten Phasen überhand genommen. Wohl auch, weil die Jüngste wieder krank war. Weil es kaum eine Woche gibt, die vollständig gesund ist. Weil ich nicht weiß, wie das werden soll nächste Woche.

Fernweh. Großes Fernweh. Einfach die Türen schließen und weggehen. Ans Meer. Auf einen Felsen mit viel Gegenwind. Nie bin ich allein.

Ich schlafe schlecht und bin mir selbst kein guter Freund in diesen Tagen.

Posted on August 19th, 2010 by Patricia  |  4 Comments »

Irgendwo am Rand

Vor zehn Jahren habe ich die Großstadt verlassen und bin aufs Land gezogen. Erst in die Kleinstadt, vor sechs Jahren dann, mit dem Erwerb des Häuschens, in ein richtiges Dorf. Ich mag dieses Dorf, es gibt viele Kinder, niemand motzt, wenn es beim Spielen mal etwas lauter wird, in den Läden gibt es meist ein nettes Wort und ein kleines Geschenk. So weit. Trotzdem bin ich eher Randbeobachter und nicht mittendrin. Als wir hierher zogen, hatten wir zwei kleine Kinder und haben Vollzeit gearbeitet. Schon das hat uns zu Exoten gemacht. Kinder hatte man zum Mittagessen abzuholen, ansonsten waren sie und wir zu bedauern. Eine Kinderbetreuung über die Mittagszeit hinaus, das war nur für schwierige soziale Fälle vorgesehen. Mit der Jüngsten dann war ich zwei Jahre zu Hause. Es war eine schöne, ruhige Zeit mit viel Rhythmus und Struktur und genügend Raum für all die Langsamkeit, die Kinder so brauchen. Ich wurde ab und an eingeladen von den Frauen im Dorf. In unglaublich saubere und aufgeräumte Wohnungen mit exakt durchgeplanten Gärten. Gesprächsthemen waren meist die Nachbarn, die Grundschullehrerin, die Kinder. Ich saß und hörte viel zu, lernte einiges, lud auch mal zu mir nach Hause ein, auch wenn meine Fenster nicht so strahlten und sicherlich irgendwo ein Häufchen Spielzeug im Wohnzimmer in der Ecke lag oder kleine Sandwege an der Tür, von den barfuß laufenden Kindern hineingetragen. Nicht dass man mich jetzt falsch versteht: ich bin kein Schwein und kein Messie, ich mag aufgeräumte Wohnungen sehr gern, aber das Ganze ist nicht mein Lebensmittelpunkt, sondern notwendige Begleiterscheinung eines zivilisierten Lebens. Ja, und so kam es, dass die Damen der Nachbarschaft bei mir saßen und sagten “Gemütlich, man SIEHT, dass hier KINDER wohnen!” Ja, und das finde ich auch gut so – wenn es nicht so als leise Kritik formuliert worden wäre … Und irgendwie ist das Ganze dann nach und nach wieder eingeschlafen. Ich bin nicht wie sie, sie sind nicht wie ich – ich könnte es niemals formulieren. Eine wirklich gute Freundin habe ich unter den “Zugezogenen” gefunden, sie hat drei Kinder und arbeitet und in ihrer Wohnung sieht es aus wie in unserer. Und doch betrübt es mich manchmal, nicht mittendrin zu sein im Dorf – auch wenn ich weiß, dass ich mich fürchterlich verbiegen müsste, um einem Bild zu entsprechen, das ich mit mir selbst nicht vereinbaren kann. Verwörrte Seelenzustände, die meinen ;-)

Posted on August 6th, 2010 by Patricia  |  8 Comments »

Schreibfaul

Daher auch nur Stichpunkte:

- Eine Woche Urlaub an der Ostsee ist schön, aber viel zu wenig, um richtig in Ferienstimmung zu kommen.

- Eine dicke Erkältung mitten im Urlaub ist hundsgemein, kommt aber häufig, wenn ich anfange, mich zu entspannen. Ich nenne das mittlerweile schon “Entspannungsschnupfen”.

- Wenn man plötzlich Zeit hat, richtig viel nachzudenken, weil die Kinder mit dem Papa unterwegs sind, so kann das ganz schön anstrengend bis schmerzhaft sein.

- Wenn man am 18. den Arbeitsvertrag unterschreibt (dessen Konditionen man bis heute nicht kennt) und am 23. mit der Arbeit beginnt, so ist das ganz schön knapp.

- Wenn Lehrer in die Ferien abgetaucht sind (die ich ihnen gönne) und man für eine Klasse noch so gar keine Ahnung hat, was man mit ihr tun könnte, so verursacht das bei gern im Voraus planenden Menschen wie mir langfristig Bauchweh. Alternativ bereite ich einfach vor, was ich gern mache, hah …

- Die Kinder wünschen sich Kaninchen und wir sind auf der Suche nach einer ästhetisch ansprechenden, artgerechten Unterkunft für den Garten (bloß kein Verschlag …)

- Wir haben eine Fallback-Liste und Ausstiegs-Szenarien erarbeitet, für alle Fälle …

- Der Lavendel blüht und erinnert mich daran, dass ich doch eigentlich gern auf einem Resthof in der Toskana leben möchte – mit einem Haufen Kinder, einer großen Küche, viel Zeit, fernab vom deutschen Steuerrecht, exakt geschnittenen Rasenfeldern und der Tagesschau um 20 Uhr.

Posted on August 5th, 2010 by Patricia  |  5 Comments »

Ach Schei …

Ich habe neben meinen Studienfächern auch Erziehungswissenschaften studiert. Mit Abschluss. Wie es sich für jeden Lehramtsstudenten gehört. Daneben auch die Fachdidaktik meiner beiden Fächer. Darum bin ich davon ausgegangen, weil auch die Prüfungsordnung für die Ausbildung von Seiteneinsteigern es so formuliert, dass ich während meiner Ausbildung nicht noch einmal Erziehungswissenschaften studieren muss, da halt dokumentierter Abschluss und so. Pustekuchen. Heute unterrichtete mich die Bezirksregierung, dass ich demnächst jeden Samstag die Schulbank drücken muss, um noch einmal Erziehungswissenschaften zu studieren. Und nach einem Jahr den Abschluss zu machen, den ich eigentlich schon habe. Meine Frage: wie viel passt in mein Leben noch hinein? Eigenständiger Unterricht – ja. Den hatte ich auch schon vorbereitet für die ersten Wochen des neuen Schuljahres. Das Zweite Staatsexamen und die dazu nötigen Seminare – ja. Auch darauf war ich vorbereitet. Aber doch nicht noch ein kompletter Studiengang am Wochenende inclusive Prüfungen – in Themen, die ich alle schon einmal durchgekaut habe. Das Wochenende brauche ich, um den Unterricht der nächsten Woche vorzubereiten, mich auf Unterrichtsbesuche einzustimmen usw … – ganz zu schweigen davon, dass da noch die Familie einen Anspruch auf mich erhebt (und ich auf sie). Alles Scheiße, deine Elli.

Posted on Juli 21st, 2010 by Patricia  |  3 Comments »

Kleine Sadisten – mitten unter uns?

Wie kommt es eigentlich, dass die Mitwelt mit eigentlich guten Nachrichten oftmals nur schlecht umgehen kann? Was mich manchmal stutzig macht ist Folgendes: wenn es einem schlecht geht, wenn der Job auf der Kippe steht, das Leben unrund läuft – dann sind da viele Menschen, die sagen, das sei ja nun schade, und “Ach Ihr Armen!” und und und … Komischerweise aber – bei guten Nachrichten – da schweigen diese Menschen oft stumm, oder sie finden Dinge, die an den guten Nachrichten nun aber gar nicht so gut sind. Versteht mich einer? Ich kam über diesen Blogeintrag von Mairlynd darauf: Was zur Hölle ist so schlimm daran, ein zweites Kind dicht nach dem ersten zu bekommen, dass man statt Vor – und Mitfreude nur die Probleme kommunizieren kann, die das aufwirft?  Gleiches gilt derzeit für mich: wenn ich erzähle, dass ich ab August in den Schuldienst gehe und berufsbegleitend meinen letzten Abschluss anstrebe, werden aufgeregt die Augenbrauen hochgezogen. Niemand sagt “Hey, toll, finde ich gut!”, die Mehrheit aber “Waaaaas? Wie willst du das denn machen mit den drei Kindern? Weißt du nicht, dass das sausausau-anstrengend wird? Das schafft man gar nicht. Warum tust du das?” Einige von diesen entsetzten Aufschreien, verbunden mit Horrorschilderungen aus ihrer eigenen Ausbildungszeit oder von Menschen, die man kennt, stammen von Lehrern. Andere von Müttern – Nur-Müttern, 8-Stunden-Teilzeit-Müttern. Fast nur von Müttern eigentlich, wenn ich es recht überlege. Ich bin in den letzten Wochen mehr als einmal verwirrt aus solchen Gesprächen gegangen. Ja, ich weiß, es wird ein riesiger Batzen Arbeit. Nicht lustig, sicherlich nicht. Und ich behalte mir auch vor, alles hinzuwerfen und freiberuflich weiterzuarbeiten, bevor die Familie mit mir am Steuer vor die Wand fährt. Aber wäre in solch einer Situation nicht etwas anderes angebracht als alles kaputt zu reden? Am Wochenende dann erreichte mich die Mail einer alten Freundin, selbst Lehrerin. Sie schrieb sinngemäß: “Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Das ist ein stressiger, aber schöner Beruf. Ich möchte keinen anderen. Und auch an der Schule kochen alle nur mit Wasser, das kriegst du hin!” Ich habe ein Tränchen verdrückt, als ich das las, weil ich dachte ja, das ist es – die erste normale Reaktion auf eine normale Nachricht!

Aber was ist das andere? Das Problematisieren, Kaputtreden, Schlechtmachen? Was steckt da in unserem Gegenüber? Und die bange Frage: Mache ich das am Ende auch bei anderen?

Posted on Juli 19th, 2010 by Patricia  |  7 Comments »

Bienenstich

Gabs hier – gleich zwei Mal diese Woche. Nicht diesen leckeren, mit Mandeln obendrauf und Sahnecreme drunter, neee, in den Fuß. Zuerst traf es den Großen draußen beim Fußballspielen – eine Biene hatte sich in seinen Sandalen verirrt und ihren Stachel in seinen Zeh gerammt. Nach Stachelausziehen, Zwiebelauflegen, Kühlen und Apis sowie Hochlagerung des Fußes ging es dem Verwundeten abends wieder ganz gut. Heute dann war ich das Opfer. Zugegeben, ich dumme Nuss bin auch völlig barfuß durch den Garten gelaufen, aber der Rasen war frisch gemäht, aller Klee weg. Wer denkt daran, mitten im grünen Gras auf Bienen zu treten? Jedenfalls konnte ich den Schmerz des Großen richtig gut nachvollziehen. Was mich aber wirklich ge- und berührt hat, waren meine fleißigen Ersthelfer. Der Sohn rief: “Warte, Mama, ich trage dich rein!” (nein, keine Sorge, konnte er natürlich nicht …), und während ich den dicken roten Zeh unter kaltem Wasser kühlte, rasten die Großen in den Keller, bewaffneten sich mit Zwiebeln, die der Große weltmännisch zerteilte, die Mittlere flutete bei der Zubereitung von Eiswasser das Badezimmer und die Kleinste schob den Küchenstuhl zum Kühlschrank, um einen Kühlakku zu suchen. Meine Kinder – schön, dass man sich im Zweifelsfall auf euch verlassen kann! ;-)

Posted on Juli 16th, 2010 by Patricia  |  2 Comments »

Wie fein

Manche Dinge erledigen sich quasi von allein und über Nacht. Ich hatte ja immer noch darüber gegrübelt, ob es nicht sinnvoller, stressärmer und toller sei, ins Referendariat zu gehen statt direkt ins Angestelltenverhältnis mit begleitender Ausbildung. Gestern kam dann meine Zulassung zum Referendariat: Da die Gymnasien der Umgebung überfüllt sind, die Gesamtschulen hingegen Lehrer suchen, wurden kurzfristig alle Schulformwünsche über den Haufen geworfen und die Bewerber umgeschichtet – und zur Auswahl stünden für mich drei Schulen in Stadtteilen, in die man nicht unbedingt freiwillig ziehen würde. Sicher, wäre eine Bereicherung für mein Blog gewesen, künftig so Geschichten wie Frau Freitag posten zu können, aber irgendwie ist das Leben schon anstrengend genug, da reicht als Betätigungsfeld auch das nette Gymnasium nebenan … (und ich habe einen Heidenrespekt vor all den Lehrerinnen und Lehrern, die an besagten Schulen täglich ihrer Arbeit nachgehen!)

Posted on Juli 16th, 2010 by Patricia  |  3 Comments »