Archive for the ‘Familie’ Category

Ohne Kinder fehlt dir was

- Kleine Speckärmchen, die dich um halb sieben umarmen und flüsternd fragen, wann wir endlich aufstehen.

- Geplünderte Keksdosen um sieben. (stell dir vor, du müsstest das alles allein essen!)

- Ein gezogener Milchzahn um halb acht direkt unter deinen fehlsichtigen Augen (woher auch sonst solltest du wissen, dass Milchzähne, wenn sie ausfallen, gar keine lange Wurzel mehr haben?)

- Eine Menge kleiner Menschen, die dir helfen, die zwanzig Brötchen zu essen, die du im morgendlichen Überschwang gebacken hast.

- Die kühle Brise während des Duschens, die dich abhärtet, weil das jüngste Kind zum zehnten Mal die Badezimmertür geöffnet hat.

- All die Erprobungen deiner Geduld, wenn du im Auto sitzt, dem einen Kind die Puppe, dem anderen der Fotoapparat und dem dritten die Legoprinzessin fehlt.

- Die Möglichkeit, an Elternabenden und auf Spielplätzen kostenlos und unauffällig empirische Sozialstudien an einem großen Probandenkreis zu betreiben.

- Der Grund, jeden dritten Sonntag den Tierpark aufsuchen zu dürfen. Allein als Erwachsener wird man vor all den schönen Wildgehegen stets schräg angeschaut.

- Nützliches Fachwissen über europäische Wildvogelarten, Rot- und Damwild, Wildschweine und Wölfe. (stell dir vor, du bist allein unterwegs und da kommt so ein Wolf des Weges)

- Das Nutellaglas im Haus. (ohne Kind wirkt das irgendwann übrig geblieben und macht beim Alleinverzehr nur dick – s.o.)

- Das Argument dafür, warum man gerade nicht putzt, sondern faul in der Sonne sitzt. (man muss ja schließlich Kräfte sammeln, wenn der Alltag weitergeht)

- Die Erfahrung langjähriger Mediatorentätigkeit, die den Streit um den besseren Platz in der Badewanne genau so ernst nimmt wie die Frage, ob jetzt Helvetica oder Arial besser als Bildunterschrift taugt. (hey, andere müssen dafür mehrtägige teure Seminare besuchen!)

- Die Farbreste auf der Sonntagszeitung, die den Anzeigenteil mit den Heiratsanzeigen in suppiges Braun und den Fall Gut.tenberg in Tiefrosa tauchen.

- Die Entschuldigung dafür, dass man in der Weihnachtszeit alle Märchen-Neuverfilmungen schauen möchte.

- Das Korrektiv gegen die Spießigkeit des Alters, die sich irgendwann unweigerlich einstellt (wer sich in Begleitung von Menschen befindet, die überall ihre Meinung sagen, in den unmöglichsten Situationen Kekse essen und Wasser trinken wollen und in überfüllten U-Bahnen nach der Toilette fragen, kann sich keine gepflegte Langeweile erlauben)

- das randvolle Leben.

- Das Bewusstsein für Zeit, Vergänglichkeit und die Unwiderruflichkeit des Augenblicks.

Posted on März 6th, 2011 by Ordinarylife  |  14 Comments »

Gender, Alter oder individuell?

Wenn ich mit einem der größeren Kinder etwas üben, wiederholen, lernen o.ä. möchte, könnte der Arbeitsauftrag an das jeweils andere größere Kind ungefähr so lauten:

Kannst du mit dem Kleinkind in deinem Zimmer bitte eine Viertelstunde leise und friedlich spielen, bis wir fertig sind?

Die Umsetzung erfolgt bei beiden Kindern grundverschieden:

Das Tochterkind nimmt die kleine Schwester an die Hand und spielt Mutter und Kind, ein Kleinkindpuzzle oder kämmt dem Winzelchen die Haare. Man hört keinen Ton, außer vielleicht ein leises Gackern.

Der Sohn zieht die kleine Schwester in sein Zimmer und ruft: “Hey, let`s fetz!” Wenig später höre ich lautstarke Musik aus dem Kinderzimmer und der Sohn tanzt mit dem Schwesterlein ausgelassen zu den Beatsteaks.

Liegt das nun am Geschlecht, am Alter (er ist sieben, die Schwester gerade fünf) oder am Typ? Und welches der beiden Adjektive leise und friedlich gehört ins Fremdwörterlexikon und ist für Grundschulkinder unverständlich?

(zumindest ist es dem kleinen Schwesterlein nie langweilig, es erhält vielfältige Anregungen, die vermutlich über die mancher gleichaltriger Kinder hinausgehen ;-) )

Posted on Februar 25th, 2011 by Ordinarylife  |  6 Comments »

Krankenwagen

für gesetzlich Versicherte. Das Töchterlein kann es in der Politik sicher zu was bringen …

krankenwagen

Alternativ könnte die Überschrift auch lauten: woran man merkt, dass der Schnupfen vorbei ist: Die Papiertaschentücher werden wieder zum Spielen zweckentfremdet.

Posted on September 21st, 2010 by Ordinarylife  |  No Comments »

An mein Herz, Süße …!

Heute Mittag beim Anschnallen des großen Töchterchens stieß ich mir den Kopf am Türrahmen des Autos. “Aua, Mama, das tat weh, nicht wahr? Das lag bestimmt daran, dass du heute Nacht wieder ein Stück gewachsen bist!”, tönte es mir aus dem Auto entgegen. Man sagt ja immer, Kinder spiegeln – ich warte auf den Tag, an dem sie mir erzählen, dass ich sicher nur so schlecht gelaunt bin, weil ich schlecht geschlafen habe …

Posted on Juni 24th, 2010 by Ordinarylife  |  1 Comment »

Gestern im Garten

Das Tochterkind drückt mir zwei kleine Gänseblümchen in die Hand und sagt ernst: “Schenk ich dir, Mama, aber geh vorsichtig mit ihnen um, sie sind klein und wachsen noch!” Mich haben diese Worte ziemlich berührt, weil eine Übertragung auf die Kinder so nahe lag. Meine drei Geschenke. Sie sind noch nicht lange auf dieser Welt. Das älteste gerade einmal sechseinhalb Jahre. Sie wachsen noch. Jeden Tag. Ich habe mir die Worte ins Herz geschrieben – fürs nächste Mal, wenn der Große wieder tagträumend aus dem Fenster schaut, statt seine Hausaufgaben zu machen, die Mittlere über einem quadratmillimetergroßen Riss im Zeigefinger in schlimmes Weinen ausbricht und das Babykind wieder um 5 Uhr morgens die Nacht beendet. Geh vorsichtig mit ihnen um – sie wachsen noch.

Posted on März 23rd, 2010 by Ordinarylife  |  3 Comments »

Generation Nachdenken

Wenn es etwas gibt, was viele Menschen unserer Generation prägt wie keine andere, ist es das ständige Neben-Sich-Treten und Reflektieren darüber, ob das, was man tut, das Richtige ist. So, als hätte man den Supervisor stets und überall hinter und neben sich. Ich kenne das vom Arbeiten, und noch viel mehr fällt mir dieses Verhalten an mir auf, seit ich Kinder habe. Nicht, dass ich ständig zweifle an dem, was ich tue und stets wankelmütig und wechselhaft erziehen würde, aber ich erwische mich dabei, dass ich häufig nachdenke und manchmal auch in Frage stelle. Zwei Beispiele, die mich in letzter Zeit gedanklich beschäftigen:

1. Bin ich ein Autokrat?

Meine Kinder dürfen mitentscheiden. Einmal die Woche jedes Kind, was es zum Mittagessen gibt. Zwischen zwei Outfits am Morgen, die wettertauglich sind. Im Supermarkt ein Lebensmittel, wenn wir einkaufen gehen. Welches Bilderbuch wir lesen. Ob sie mit der Oma telefonieren wollen oder nicht, wenn sie am Apparat ist. Ob sie einen Gutenachtkuss möchten oder nicht. Und ich appelliere an sie, auf ihren Bauch zu hören, wenn es darum geht, mit wem sie Kontakt aufnehmen, ob sie satt, müde, durstig und ähnliches sind …

Nun ist das mittlere Kind seit einiger Zeit mit einem Mädchen befreundet, deren Mutter das Kind IMMER fragt, was es möchte: ob es morgens in den Kindergarten MÖCHTE, ob es mittags etwas Warmes oder lieber nur Joghurt essen MÖCHTE, ob es Stiefel oder Sandalen bei 10 cm Schnee anziehen MÖCHTE, ob es nach drei Stunden Spielen nun mit nach Hause kommen MÖCHTE oder nicht. In vielen Dingen MÖCHTE das Mädchen (natürlich) nicht, und die Mutter gibt nach – sprich das Kind geht nicht in den Kindergarten, isst nicht zu Mittag, geht mit Röckchen durch den tiefen Schnee usw … – und wirkt dabei nicht gerade glücklich, sondern häufig unzufrieden, irgendwie in sich selbst verknotet.

Anfangs stand ich neben dieser Mutter und dachte “Oah, boah, Patricia, du bist ein Autokrat, echt du, was man ein Kind alles entscheiden lassen kann …!” Und ich trat neben mich und dachte und dachte … und bin mittlerweile für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Kind manche Dinge gar nicht allein entscheiden KANN und dass ich als Erwachsener in diesem Fall die Verantwortung dafür trage, dass das Leben die Struktur bekommt, die ich  mir wünsche.

2. Bin ich eine Memme?

In unserem Kindergarten gibt es derzeit einen Praktikanten, der prima mit den Kindern umgehen kann – Raufen, Balgen, Knuffen, aber auch in Streitigkeiten dazwischen gehen, kurz gesagt, ich denke, der wäre prima geeignet, das Ganze zu seinem Job zu machen. Nun ist der Praktikant erst 16 und wird manchmal von ungestüm jugendlichem Leichtsinn gepackt. Am Freitag holte ich das Tochterkind hab und sah auf dem Weg zum Kindergarten, wie das Mädchen ca. zwei Meter über den Köpfen der Kinder flog. Hochgeworfen vom Lieblingspraktikanten und natürlich auch wieder aufgefangen. Und immer höher und höher. Ein Teil in mir weiß, dass das herrlich ist, dieses kribbelige Bauchgefühl, zu fliegen, danach wieder zu landen, sich auf den nächsten Flug zu freuen … Nur irgendwie war mir das Ganze zu hoch, und bei aller Mitfreude hatte ich Angst. Und ich dachte und dachte – das Wochenende darüber nach, ob ich jetzt etwas sage oder mich damit als Spaßbremse und Schisser oute, obwohl ich doch weiß, wie wichtig auch wildes Toben für Kinder ist. Heute habe ich dann mein ganzes Bauchgefühl der Erzieherin unserer Tochter aufs Tablett gelegt, und sie hat mich verstanden, sehr gut, und mir versprochen, dem jugendlichen Leichtsinn die allerschärfste Spitze zu nehmen, ohne den Jungen dabei in seinem Elan auszubremsen. Für mich stimmt das Ganze jetzt wieder.

Aber manchmal, manchmal wünsche ich mir, ich könnte mir das alles ein wenig einfacher machen mit dem Denken und Zweifeln und In-Frage-Stellen …

Posted on März 16th, 2010 by Ordinarylife  |  7 Comments »

Non-Stop Talking

Ich bin kein schweigsamer Mensch, aber es gibt in meinem Leben durchaus Minuten am Tag, an denen ich nicht kommuniziere, sondern vor mich arbeite, lese, nachdenke – und dabei schweige. Ähnlich der Mann an meiner Seite. Darum frage ich mich immer wieder, woher unsere Kinder das Non-Stop Talk Gen haben. Der Größte machte den Anfang: seit er mit knapp zwei Jahren der Zwei- und Dreiwortsätze mächtig war, redete er. Pausenlos. Fragt. Sagt. Denkt laut. Singt. Redet. Referiert. Erklärt. Lacht. Redet. Beim Zähneputzen, auf der Toilette, unter der Dusche, beim Essen, Trinken. Manchmal könnte man meinen, sein Leben verliefe unter der Devise “Ich rede, also bin ich.” Seine mündliche Mitarbeit sei sehr gut, sagt die Lehrerin. Manchmal rede er auch, wenn er nicht gefragt werde. Wundert mich jetzt nicht.

Das große Tochterkind, dachten wir erst, ist schweigsamerer Natur. Bis wir merkten, dass sie weniger redet, weil sie weniger hört. Seit ihrer Paukenröhrchen-OP hört sie Wörter, Sätze, Laute, die sie vorher nie gehört hatte, und sie holt auf und macht ihrem großen Bruder mittlerweile mächtig Konkurrenz. Im Reden. Manchmal sogar nachts, im Schlaf. Ich gehe an ihrem Zimmer vorbei und frage mich, was los ist. Das Kind redet. Und schläft. Unglaublich.

Das kleine Tochterkind erfreut uns täglich mit mehr Wörtern, was ungemein praktisch ist, denn was man benennen kann, muss man nicht mehr herbeischreien. Wenn die beiden Großen in mein linkes und rechtes Ohr schreien reden, mischt sie mittlerweile munter mit. Und da das mit den zusammenhängenden Sätzen noch nicht so ganz klappt, ruft sie fröhlich in enormer Lautstärke “Maaama, Paaaapa, Aaaanna, Heeeidi”, so dass ich schon mehrmals meinen Kopf abgesucht habe, ob mir eventuell ein drittes Ohr wächst, das den beiden anderen Entlastung bieten könnte.

Bevor mich jetzt jemand falsch versteht: ich mag es, dass meine Kinder viel reden. Dies ist kein Problem-Beitrag ;-) Ich erfahre (noch) eine Menge über ihren Alltag in Schule und Kindergarten, die Dinge, die sie bewegen, warum sie traurig sind, was in ihren Köpfen vor sich geht – wir können zusammen Lexika wälzen und Fragen beantworten, die ich mir selbst nie gestellt habe. Ich bin auch sehr froh darüber, dass das große Tochterkind mittlerweile sprachlich gut mitmischen kann. Und natürlich gibt es auch Momente, in denen die Kinder nicht reden. Wenn sie sich auf ihr Spiel konzentrieren. Wenn sie ausschneiden. Wenn sie über etwas nachdenken. Wenn sie das “Sandmännchen” gucken.

Nur manchmal, an manchen Tagen, da frage ich mich, woher haben die das? Das mit dem pausenlosen Reden? Von mir? Vom allerbesten Mann? Und an manchen Abenden, da kann ich selbst nicht mehr reden. Bloß kein Telefonat mehr. Schon gar nicht eines, wo ich zuhören muss. Nur schweigen. Und der Ruhe zuhören. Dem Ticken der Uhr, dem Gurgeln des Kühlschranks und der tiefen, tiefen Nacht.

Posted on März 6th, 2010 by Ordinarylife  |  2 Comments »

Die Bibel – Revisited

Der Sohn behandelt im Religionsunterricht schon ewig und drei Tage die Geschichte von Josef und seinen Brüdern.  In der heutigen Stunde wurde Josef an Potifar verkauft, dessen Frau ihn verführen wollte, jedoch vom braven Josef einen Korb bekam. Um sich zu rächen, behauptete die Verschmähte, Josef habe sie angegriffen. Die Version des Sohnes beim Mittagessen: “Und dann verkauften die Brüder Josef – das ging nämlich damals, heute kann man das nicht mehr machen mit seinen Geschwistern (Bedauern oder Erleichterung? ;-) ) – also sie verkauften ihn an einen Sklavenhändler, also so eine Art Chef, und der verkaufte Josef wieder. Der neue Besitzer von Josef ging irgendwann weg, zum Sport oder so, und die Frau von dem Chef wollte Josef einen Kuss geben. Josef wollte das aber nicht, da war die Frau total stinkig und rannte nach draußen und riefIiiiih, der wollte mich knutschen!’ – auch wenn der gar nix gemacht hatte. Keine Ahnung, was dann mit Josef passierte, es hat geklingelt. Ich nehme an, ein Walfisch hat ihn dann gefressen, wie den Jonah! Schade, dass es damals noch kein Laserschwert gab, sonst hätte er sich wehren können.”

Pifff, baff, bumm – wir hören uns nächste Woche wieder, um zu erfahren, wie Josef in Ägypten mit dem Laserschwert sein Unwesen trieb und dabei seine hundsgemeinen Brüder, die alten Säcke, wiedertraf.

Posted on März 2nd, 2010 by Ordinarylife  |  6 Comments »

Geburtslieder

Als ich eben wahllos am Ipod herumdallerte, fiel mir auf, dass ich noch nirgendwo festgehalten habe, welche Lieder die Geburten meiner Kinder begleitet habe, obwohl sich diese Lieder so sehr eingebrannt habe, dass mir wohl bis zum Lebensende die Tränen kullern, wenn ich sie höre. Beim Großen, im dann doch trotz aller Bemühungen sehr sterilen Krankenhaus, hatte ich eine Handvoll CDs ausgewählt, die ich gern im Kreißsaal hören wollte, mir fehlte aber mit fortschreitender Weherei der Nerv, den DJ zu spielen, darum übernahm das die diensthabende Hebamme, indem sie in Endlos-Schleife eine CD spielte, auf der sich unter anderem “The Lion Sleeps Tonight” befand. Witzig, wenn man bedenkt, dass das mein Sternzeichen und das des kleinen großen Sohnes ist. Der tatsächlich sehr verschlafen und ruhig und keineswegs brüllend das Licht der Welt erblickte.

Das große Mädchen hatte dann hatte das Glück, im neu eröffneten Geburtshaus das Licht der Welt erblicken zu dürfen. Da ich in den Wochen zuvor einen wunderbaren Yoga-Kurs besucht hatte, liefen im Hintergrund Kundalini-Mantren, ähnlich wie diese hier, ich hätte gern meine verlinkt, aber die finde ich nirgendwo …  Die Geburt verlief äußerst friedlich, das Tochterkind brüllte allerdings kräftigst, als es auf die Welt kam. Ob ihm die Musik nicht gefallen hat? Später allerdings ist sie dabei gern im Tragetuch eingeschlafen …

Beim kleinen Mädchen traf mich die Geburt zwar nicht unvorbereitet, aber ich hatte keinerlei Lust auf Kurse und Vorbereitungsmaßnahmen, und so dudelte nach Platz.en der Fruchtbl.ase einfallslos, weil sie eben so im Player lag, diese CD im Wohnzimmer “Snoezelen. Traumstunden für Kinder” Dummerweise ließ sich das kleine Mädchen davon tatsächlich einlullern und legte nach vollständiger Öffnung des Mutt.ermund.es eine längere Snoezel-Pause ein. Dankenswerterweise fiel dem im Gegensatz zu mir denkenden Mann noch rechtzeitig ein, es mal mit den Kundalini-Mantren zu versuchen, und danach ging es ratzfatz weiter, bis sich die kleine Dickmamsell mit ihren breiten Schultern rauswuchtete, um zwischen uns auf dem Sofa ziemlich bald weiterzuschlafen ;-)

Ab und an höre ich die Geburtslieder – und dabei befällt mich stets so ein “Yes We Can!”-Gefühl – eine Mischung aus Aufbruchsstimmung, Stolz, freudiger Erwartung und eine aus einem wie auch immer gearteten Urvertrauen gespeiste Gewissheit, dass am Ende alles gut wird. Sollte ich wohl mal öfter hören, meine Geburtslieder …

Und was lief bei Ihnen so? (außer dem Fruchtw.asser?)

Posted on März 1st, 2010 by Ordinarylife  |  12 Comments »

Wenn man das Haus

den ganzen lieben Sonntag dank orkanartiger Böen nicht verlassen kann, wurschtelt man so vor sich hin …

moehrentorte

Jaa, ich weiß, es ist noch nicht Ostern, aber ich wollte eine Generalprobe für die Möhrentorte machen – und irgendwie musste ich den Rest Möhren aus der Biokiste ja verarbeiten (also die Möhren sind IM Kuchen, obendrauf nur Marzipan-Dummies) ..

roggenbrot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Roggenbrot mit viel Zeit und viel Sauerteig, eigentlich und ursprünglich anthroposophisch rund und frei geformt, dann fiel mir der Laib aber beim Weg in den Ofen aufs Gesicht (also nicht auf meines, aufs Brotgesicht) und ich habe den renitenten Teig kurzerhand in die eckige Form gepresst …

hyazinthe

Das Tochterkind wollte Blumen basteln – und da haben wir schon wieder Klo-Content produziert, Hyazinthen aus Klorollen sind nämlich ein sehr netter Sturmsonntag-Zeitvertreib. (dass man nicht viel sieht, liegt am Weltuntergangswetter und der Weigerung der Kamera, den Blitz zuzuschalten …)

strebergarten

Dem Sohn wiederum war eine Blume nicht genug, er wollte einen ganzen Garten, und so sind wir den Altpapiervorräten ein wenig auf den Leib gerückt – irgendwie fehlt in diesem Modell noch was, es sieht arg brav aus, ich schätze wir sollten noch drei bis fünf Kinder dazubasteln, die die geordneten Beete verwüsten, mit Bällen Fensterscheiben einschlagen und abends am Grill einen Marshmallow neben dem anderen vertilgen.

 

Posted on Februar 28th, 2010 by Ordinarylife  |  No Comments »