Archive for the ‘Schule’ Category

Vorurteile über Bord geworfen

Obwohl ich bislang mit keinem Bekanntschaft gemacht hatte, waren Amtsärzte bislang für mich furchterregende Personen, wohl weil ich nur merkwürdige Geschichten über sie gehört hatte – sie quälen angeblich Vorschulkinder durch ellenlange Untersuchungen, legen gezielt Finger in elterliche Wunden und disqualifizieren sich durch merkwürdige Sprüche. So war ich heute zu Beginn der Vorschul-Untersuchung unseres Großen etwas angespannt, zumal der Termin auch noch unchristlich früh angesetzt war. Aber, oh Wunder, es erwartete uns keine Frau Mahlzahn, sondern eine freundliche Frau mittleren Alters, die mit unserem Großen herumalberte, zwischendurch ihre Untersuchungen und Tests ans Kind brachte, das erfreulich wach und motiviert mitmachte. Und weil es sich um eine wirklich nette Amtsärztin mit eigenen Kindern handelte, kam man ins Gespräch über Frühförderungswahn. Englisch mit zwei, Schwimmen mit drei und BWL mit vier Jahren – und wenn man nicht mitzieht, muss man viel Rückgrat haben, um guten Gewissens NEIN zu sagen. Darin wurden wir heute bestärkt, da die Ärztin wie wir die Auffassung vertrat, dass es besser sei, jedem Kind das zu geben, was es gerade braucht und nicht, was der Mainstream gebietet. Und, am allerwichtigsten, nicht mit Geld aufzuwiegen und in keinem Frühförderkurs der Welt zu lernen, ZEIT FÜR KINDER. Alles in allem war es ein sehr erfreulicher Termin, der uns Eltern Rückenwind gegeben hat und das Kind ob der sehr gut bewältigten Aufgaben um einige Zentimeter wachsen ließ. Hm ja, und die Vorurteile entsorge ich mal schnell …

Posted on Juni 9th, 2009 by Patricia  |  No Comments »

Der erste Elternabend

Ich könnte jetzt einen Sermon darüber schreiben, dass es ganz fürchterlich ist, dass die Zeit so schnell vergeht, mein Großer doch eigentlich vorgestern noch ein winzigkleines Baby war und gestern ein bockiges Kleinkind, aber das lasse ich mal lieber und beschränke mich darauf, mich darüber zu freuen, dass die Liste an Unterrichtsmaterial überschaubar ist, die Klassenlehrerin einen sehr sympathischen Eindruck macht und die Kosten für Schulbücher mit 11 Euro weit unter dem liegen, was ich befürchtet hatte. Und nein, ich bin nicht nur traurig; da ich manchmal meist gern zur Schule gegangen bin (beginnt hier die Verklärung?), freue ich  mich für mein Kind, dass es bald viele spannende Dinge kennenlernen darf.  Viele Dinge sind anders geworden, seit ich zur Schule gegangen bin: die Kinder schreiben ein Lern-Tagebuch, lernen Streit schlichten, bewahren ihre Bücher in der Schule auf, lernen das Lernen, anstatt stumpf zu pauken, haben PCs im Klassenraum und nutzen für die ersten Schreibübungen keine Täfelchen mit Schwamm und Griffel mehr. Isch werd alt …

Posted on Mai 26th, 2009 by Patricia  |  2 Comments »