so etwas wie ein gesetzlich verbürgtes Grundrecht eines jeden Menschen auf EINEN ungestörten Toilettenbesuch pro Tag? So einen Besuch, an dem kein Kleinkind parallel alle Schubladen ausräumt, Duschgel und Zahnpasta kletternderweise vom obersten Regal räumt, Tamp.ons durch die Gegend kickt und die Toilettenpapierrolle in kleine Schnipsel zerreißt? Einen, an dem nicht die großen Kinder ungehemmt die Tür aufreißen, um irgend etwas enorm Wichtiges mitzuteilen, JETZT zur Sekunde die Hände waschen oder den Traum von letzter Nacht erzählen müssen.
Posted on Februar 26th, 2010 by Patricia | 9 Comments »
… wenn der Sohn nach Hause kommt und am Tisch traurig erklärt, dass seine Freundin A. nicht mehr mit ihm spielen darf, weil ihre Eltern der Meinung sind, Mädchen sollten mit Mädchen und nicht mit Jungen spielen. Hintergrund ist, dass As. Eltern mu.slimischen Glaubens sind. Schwimmen und Turnen darf A. gemeinsam mit den Jungen, weil die Eltern derzeit noch asylsuchend sind und ansonsten Ärger mit der Schule vorprogrammiert wäre, aber Spielen mit Jungs ist offenbar ein so schwammiges Feld, dass man dort seinen ortho.doxen Glauben leben kann. Denkt Gott in den Kategorien männlich / weiblich? Ich habe Respekt vor religiösen Gefühlen, Riten und Bräuchen, aber manchmal fällt es mir schwer, enorm schwer, Dinge zu akzeptieren, die offenbar keinem der beteiligten Menschen gut tun.
Posted on Februar 25th, 2010 by Patricia | 1 Comment »
Ich würze gern mit Knoblauch, Ingwer, Curry, Paprika und Co. In meinen Schwangerschaften und Stillzeiten hatte (habe) ich oft große Lust auf Herzhaftes. Anfangs, als es um die Beikost ging, habe ich mich beim Kochen gewürztechnisch zurückgehalten, schließlich sollen Babys ja bekanntlich faden Gemüsebrei bevorzugen. Seit aber all unsere Kinder an unserem Essen partizipieren, staune ich des öfteren: da wird Ingwer-Steckrübensuppe, indischer Curry-Blumenkohlauflauf und Knoblauch-Quark-Creme gefuttert, was das Zeug hält. Und keiner ruft “Iiih!” oder “Ist das scharf!” oder “Schmeckt das komisch!” (wie ich manchmal befürchtet habe …). Vermutlich hat mein Fruchtwasser oder meine Milch halt schon immer so geschmeckt – ich hoffe nur, diese Unkompliziertheit bleibt uns lange erhalten …
Posted on Februar 24th, 2010 by Patricia | No Comments »
Wenn ich den Blick von den trostlosen, schmutzigen, grauen Schneehügeln abwende, schaut mich ein Fitzelchen Frühling an! 
Posted on Februar 22nd, 2010 by Patricia | 1 Comment »
Irgendwann, ich war noch nicht lange in der neuen Stadt und im neuen Job, habe ich abends zusammen mit einem Kollegen, der ebenfalls noch nicht lange und neu in der Stadt und im Job war, das ein oder andere Glas Wein geleert. Es muss so gegen 1 Uhr nachts gewesen sein, als ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg nach Hause machte. Auf dem Rücken meinen etwas löcherigen Rucksack (klar, ich arbeitete in einem Start Up und hatte weder Zeit noch Geld für ordentliche Taschen
) . Im Dunkeln fuhr ich über einen Gullideckel, es klirrte metallisch und in diesem Augenblick wusste ich, das war mein HAUSTÜRSCHLÜSSEL. Fluchend fuhr ich zurück zum Kollegen, alarmierte den Schlüsseldienst und strampelte nach Hause. Dort erwartete mich bereits ein älterer Herr, der angesichts meiner Wohnungstür (von deren kompliziertem Innenleben ich bislang nichts wusste) verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenschlug: “Hooochsicherheitstür, fünf Schlösser, die Tür können Sie vergessen, wenn ich die öffnen muss, ganz zu schweigen von den Nachbarn, wenn sie mitten in der Nacht diesen Lärm hören!” Als er mein verzweifeltes Gesicht sah, meinte er begütigend, “Na, ja, ist doch nicht so schlimm! Wo haben Sie den Schlüssel überhaupt verloren?” Ich erzählte ihm vom Klirren, vom Gulli und dem rauschenden Abfluss, den ich unter dem Gulli hörte und in dem ich meinen Schlüssel bereits irgendwo auf dem Weg zur Kläranlage wähnte. So, und nun beginnt der Teil der Geschichte, bei der der Mann an meiner Seite (der damals noch nicht der Mann an meiner Seite war) stets meint, das sei ja reines Seemannsgarn. Der freundliche ältere Mann nämlich machte ein ganz entschlossenes Gesicht, packte mein Fahrrad in seinen Lieferwagen und sagte “Wollen wir doch mal sehen, ob wir den Schlüssel im Gulli nicht wiederfinden!” Da mir der Weg in die Wohnung versperrt war und ich eh nichts anderes mehr vorhatte, stieg ich mit ihm ins Auto und lotste ihn quer durch die Stadt zum Gulli, wo der Gute mit einer Riesen-Taschenlampe ausstieg und die Unfallstelle gründlich ausleuchtete. Kurze Zeit später rief er “Daaa, da glitzert was!”, hüpfte in Windeseile zum Lieferwagen, kramte eine Weile, bis er einen Riesen-Magneten fand, den er durch die Gulli-Löcher herunterließ, hinaufzog, und da war er – mein Schlüssel! Mit Schlüssel, Schlüsseldienst und Fahrrad ging es ab durch den jungen Morgen nach Hause (unterwegs erzählte mir der stolze Herr noch, dass man mit Beharrlichkeit zum Ziel komme und er schon hochkarätige Persönlichkeiten und Honoratioren der Stadt mitten in der Nacht von Handschellen befreien musste, in die sie sich im wilden Sex-Spiel verwickelt hatten) – und da war ich schließlich wieder zu Hause. Etwas ängstlich fragte ich den Guten, wieviel Schrillionen Mark er für seine Dienste nun haben wolle, und da sprach er: “Einen heißen Kaffee – und geben Sie mir mal 20 Mark!” Gegen sechs Uhr morgens landete ich schließlich in meinem eigenen Bett in meiner eigenen, nicht-demolierten Wohnung. Warum ich diesen Sermon schreibe? Heute klemmte unser Haustürschloss, wir dachten darüber nach, den Schlüsseldienst zu rufen und ich ärgerte mich, dass ich damals nie, nie die Adresse meines Retters aufgeschrieben habe … (manchmal möchte ich ihm noch nachträglich einen Kuchen backen …)
Posted on Februar 20th, 2010 by Patricia | 2 Comments »
Posted on Februar 19th, 2010 by Patricia | 3 Comments »
Es hört sich vielleicht lächerlich an für eine erwachsene Frau Mitte 30, aber ich hasse Tanken, und ich weiß immer noch nicht so genau, woran das liegt. Frühkindliches Trauma, weil ich einmal das Auto meines Vaters mit Super Plus statt Diesel vollgetankt habe und mein Vater mir daraufhin erzählte, davon könne das ganze Auto explodieren? Zeit meines Lebens hatte ich mit Rostlauben zu tun, bei denen die Tank-Klappe klemmte, sich hinterher nicht wieder festschrauben ließ oder der Schlüssel nicht mehr abzuziehen war. Beim Tanken macht mich so etwas immer leicht panisch, vor allem, wenn gefühlt tausend Autos hinter mir stehen und warten. Dieses Problem habe ich eigentlich gar nicht mehr, der Espace lässt sich bequem betanken – wenn man mal davon absieht, dass ich immer vergesse, ob der Tank nun rechts oder links ist. Aber dieses “Ach herrje, ich muss noch Tanken!” verursacht immer noch kleinere Schweißausbrüche – vielleicht liegt es auch jetzt daran, dass ich häufig zu günstigen Tankstellen fahre, dass es dort immer sehr voll ist und man ständig in verqueren Winkeln mit der Tankklappe an die Zapfsäule fahren muss, dass ich meist ein bis drei Kinder im Auto sitzen habe, nach dem Tanken schnell zum Bezahlen eile, die Kinder währenddessen im Auto lasse (abgeschlossen, versteht sich) und mir an der Kasse regelmäßig ausmale, was passieren würde, wenn ein Laster das Auto rammt, die Tankstelle in die Luft fliegt o.ä. Keine Ahnung, in welchem meiner vorherigen Leben sich dieses Bad Tankstellen Karma in mein Unterbewusstsein eingefräst hat, aber ich arbeite wöchentlich daran, es abzulegen – seit ca. 20 Jahren
…
Posted on Februar 18th, 2010 by Patricia | 5 Comments »
Bunt, wild und ungeordnet
– und die Folie nur drumrum, damit das arme Gemüse nicht bei minus 17 Grad den Verstand verliert …

Posted on Februar 17th, 2010 by Patricia | No Comments »
… liebe Frau von der Akademischen Fachberatung des Arbeitsamtes. Sie sind wirklich eine große Hilfe, und das meine ich jetzt ernst. Nicht nur, dass Sie mich nicht wöchentlich zum Gespräch zitieren, nein, WENN wir miteinander reden, hören Sie mir sogar zu, nehmen meine beruflichen Ziele ernst, haben mir ernsthaft gute Tipps gegeben (z.B., einfach mal bei den Schulen im Umkreis durchzuklingeln, auch wenn keine Stellen frei sind), Sie verordnen mir keine sinnlosen Maßnahmen wie einen Altenpflegekurs oder einen LKW-Führerschein, geben regelmäßig Rückmeldung, haben mich ermuntert, bei befristeten und schlecht bezahlten Stellen abzusagen, und ich hatte darüber hinaus im bisherigen Miteinander nie das Gefühl, belehrt, mit RatSCHLÄGEN erdrückt oder aus der “Ich gebe Ihnen das Geld, und Sie tun, was ich Ihnen sage”-Perspektive behandelt zu werden. Ich hoffe, dass Sie mich ab Sommer allein lassen können und werde Sie bei Ihrem Vorgesetzten loben
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Posted on Februar 17th, 2010 by Patricia | No Comments »
Posted on Februar 17th, 2010 by Patricia | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.